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koeln.de

Bergungsarbeiten offiziell beendet

Restaurierung der Archivalien kostet 400 Millionen Euro

Am 3. März 2009 stürzte das Historische Archiv der Stadt Köln in die davor liegende Baugrube der U-Bahn. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben. Seitdem werden die verschütteten Archivalien geborgen. Am Montag erklärte der Hauptausschuss des Stadtrats die Bergung offiziell für beendet erklärt. Am Mittwoch zog Archivleiterin Bettina Schmidt-Czaja eine Bilanz der bisher geleisteten Arbeit.

Danach konnten rund 95 Prozent des ursprünglichen Bestandes – er füllte 30 Regalkilometer – geborgen werden. In den letzten Monaten geschah dies zum Teil unter dem Grundwasserspiegel. 15 Prozent gelten als lediglich leicht beschädigt, 50 Prozent haben schwere und mittlere Schäden, 35 sind schwerst beschädigt. Vieles kam nur als Fetzen ans Tageslicht, es wurde als „Kölner Flocken“ bekannt.

„Geborgen heißt nicht gerettet“, betonte Schmidt-Czaja. Und hier beginnt das Problem: Es fehlen Fachkräfte, Papierrestauratoren mit Hochschulabschluss. „Erst vor kurzem haben wir 14 Stellen ausgeschrieben und nur zwei Bewerbungen erhalten. Dabei bieten wir doch eine Lebensanstellung“, so die Archivleiterin.

Video: Bergung Stadtarchiv abgeschlossen

Restaurierung dauert 50 Jahre

Der Haken an der Sache: Die Bewerber müssen gut deutsch können. Nicht nur, weil sie jeweils bis zu elf Hilfskräfte anleiten müssen, sondern auch weil zur gesetzlichen Beweissicherungslage jeder Restaurierungsschritt auf Deutsch protokolliert werden muss. Rund 200 Fachkräfte werden noch gesucht. Die Stadt rechnet damit, dass die Restaurierungsarbeiten bis zu 50 Jahre dauern und bis zu 400 Millionen Euro kosten werden.

Vor der Restaurierung müssen die geborgenen Dokumente „erfasst“ werden, also ihr Zustand beschrieben und nach Möglichkeit auch ihr Inhalt. Bis heute konnten 325.271 „Bergungseinheiten“ erfasst werden, ein gutes Fünftel des Gesamtbestandes. Dann müssen die Teile zusammengeführt werden, dabei kann eine einzelne Akte durch den Einsturz in viele Stücke zerrissen worden sein, die sich nun in verschiedenen „Asylarchiven“ befinden. Dabei soll auch ein Computerprogramm helfen, das nach den Erfahrungen mit den geschredderten Stasi-Unterlagen entwickelt wird.

Erst dann kann mit der Restaurierung und anschließend mit der Digitalisierung des Bestandes begonnen werden. Die Fragen, ob Aufwand und Kosten in einem angemessenen Verhältnis zum Ergebnis stehen, ob tatsächlich alle Akten restauriert werden müssen, beantwortete Schmidt- Czaja mit einem energischen „Ja“. Für die aktuellen Akten aus der Stadtverwaltung bestehe dafür ein gesetzlicher Auftrag, zum anderen seien die Dokumente von heute die „Schatzgruben von „ morgen für alle denkbaren wissenschaftlichen Untersuchungen. (Text und Foto: Jürgen Schön)

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