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Zu viel Wasser abgepumpt

Umweltamt überprüfte Brunnen am Waidmarkt nie

Das Umweltdezernat der Stadt Köln gerät in Zusammenhang mit dem am Waidmarkt abgepumpten Grundwasser immer mehr in die Kritik. Das von Marlies Bredehorst geleitete Amt hat offenbar die Einhaltung seiner eigenen Vorgaben nicht überwacht.

"Der vom Umweltamt gewünschten Auflage, dass  über die tägliche Fördermenge Buch zu führen ist und die Ergebnisse sowie die Jahresfördermenge der Bezirksregierung Köln vierteljährlich  unaufgefordert zu übersenden sind, ist seitens der Arge Süd nie nachgekommen worden", hatte die Stadt vor einer Woche erklärt. Die Baufirmen tragen jedoch nach neusten Erkenntnissen nicht alleine die Schuld: Das Umweltamt hätte die Einhaltung der von ihm selbst gemachten Vorgaben auch überprüfen müssen.

Blindes Vertrauen

Fakt ist: Kein einziger Mitarbeiter des Umweltdezernates hat je einen Fuß auf die Baustelle am Waidmarkt gesetzt. Das Amt von Umweltdezernentin Marlies Bredehorst (Grüne) vertraute den ausführenden Baufirmen offenbar blind. Und das, obwohl es allen Anlass zu einer Überprüfung gegeben hätte: Die Baufirmen hatten womöglich schon vor Erteilung der Genehmigung mit dem Abpumpen angefangen. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet, sollen die Brunnen sogar schon zwei Jahre zuvor angelegt worden sein. Die Missachtung der Bestimmungen blieb jedoch ohne Folgen. Die Erklärung von Bredehorst: "Da mit den Pumparbeiten vor Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis begonnen worden war, konnten Maßnahmen nicht veranlasst werden".  

Zu viel Wasser abgepumpt

In den drei Monaten vor dem Einsturz wurde teilweise die anderthalbfache Menge des erlaubten Wassers abgepumpt, statt der erlaubten vier waren zeitweise 23 Brunnen in Betrieb. Derzeit werden Sandbänke untersucht, die sich im Rheinauhafen gebildet haben - dort, wo die blauen Rohrleitungen, die das abgepumpte Wasser aus der Grube beförderten, enden. Der Verdacht: Mit dem Grundwasser könnte auch Sand mit abgepumpt worden sein. 

Das illegale Abpumpen von Grundwasser gilt in Zusammenhang mit einem Loch in der unterirdischen Baustellenwand als mögliche Ursache für den Einsturz des Historischen Stadtarchivs, bei dem am 3. März 2009 zwei junge Männer ums Leben gekommen waren. 

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