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Geschäftsjahr

Stadtwerke erzielen Jahresüberschuss von 72,7 Millionen Euro

Der Stadtwerke Köln Konzern hat sich in dem erneut durch die Corona-Pandemie geprägten Geschäftsjahr 2021 in seinen verschiedenen Märkten erfolgreich behauptet und ein sehr positives Ergebnis vorgelegt. Doch die infolge des Ukraine-Krieges explodierenden Energiekosten dürften schon bald auch die Endverbraucher erreichen.

Von Tobias Gonscherowski

116 Seiten dick ist der Geschäftsbericht 2021 der Stadtwerke Köln, den Dr. Dieter Steinkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Köln GmbH, der Geschäftsführer Timo von Lepel sowie die Geschäftsführerin Stefanie Haaks am Donnerstag zwei Stunden lang vorstellten.

Die Umsatzerlöse des Konzerns betrugen ohne Energiesteuer rund 6,6 Mrd. Euro (Vorjahr: rund 5,4 Mrd. Euro). Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Wachstum in Höhe von rund 23 Prozent. Die Hauptgründe für diese Entwicklung sind die stark gestiegenen Energiepreise und der Einbezug weiterer, im Jahr 2020 erworbener Shipping Gesellschaften in den Konsolidierungskreis.

Die Unternehmen GEW Köln (plus 201,2 Mio. Euro), HGK (plus 10,1 Mio.) und AWB (plus 18,4 Mio.) sowie Beteiligungsergebnisse (plus 10,7 Mio.) erwirtschafteten einen Jahresüberschuss. Verluste machten die KVB (minus 144,9 Nio. Euro) und die KölnBäder (minus 20,4 Mio.), was vor allem auf die wegen der Pandemie-Beschränkungen deutlich niederigeren Fahrgastzahlen und die ebenfalls Corona-bedingten Schließungen der Schwimmbäder zurückzuführen ist.

"Es war ein erfolgreiches Jahr" 

Unterm Strich stand jedoch ein Plus von 72,7 Millionen Euro für den Gesamtkonzern, das um 5,2 Millionen Euro höher ausfiel als das im Geschäftsjahr 2020. "Es war ein erfolgreiches Jahr", meinte Dr. Dieter Steinkamp.

Die Geschäftsführung der Stadtwerke Köln (v.l.n.r.): Timo von Lepel, Dr. Dieter Steinkamp, Stefanie Haaks.

"Mit unserer Gewinnausschüttung an die Stadt Köln und unserer gesamten Wirtschaftsleistung in Höhe von knapp 332 Mio. Euro bleiben wir ein wichtiges Standbein für den Kölner Haushalt und den Standort Köln", fuhr Dr. Dieter Steinkamp fort.

"Unsere Investitionen und innovativen Dienstleistungen rund um unsere Infrastrukturen im Stadtwerke Köln-Verbund treiben die Transformation bei Quartiers- und Stadtentwicklung, Klimaschutz, Mobilität, Logistik, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung maßgeblich voran." 2021 investierten die Konzerngesellschaften in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen rund 374 Mio. Euro.

Hauptinvestitionsschwerpunkte im Geschäftsfeld Energie und Wasser waren der Erhalt und die Erweiterung der bestehenden Versorgungsanlagen für Strom, Gas, Wasser und Wärme mit 123 Mio. Euro (Vorjahr: 159 Mio. Euro). Einen Rückgang der Investitionen gab es bei der KVB mit 102 Mio. Euro (Vorjahr: 161 Mio. Euro).

Wesentliche Ursache dafür waren Verzögerungen bei der Beschaffung der neuen Stadtbahnwagen. Das Unternehmen investierte verstärkt in die Beschaffung neuer Elektrobusse und den Ausbau der dazugehörigen Ladeinfrastruktur sowie in die Modernisierung von Betriebsanlagen.

Die Investitionen im Geschäftsfeld Hafenumschlag und Güterverkehr lagen mit rund 58 Mio. Euro um ein Vielfaches niedriger als 2020 (224 Mio. Euro). Im Berichtsjahr flossen die Investitionen der HGK in Binnenschiffe, Hafeninfrastruktur, Netze und Liegenschaften, darunter in die Fertigstellung des KV-Terminals im Kölner Norden, außerdem wurde ein Grundstück im Industriepark Köln-Nord angekauft.

Die NetCologne investierte rund 55 Mio. Euro (2020: 43 Mio. Euro) vorrangig für das FTTB/FTTH- und Umlandnetz, in G.fast-DSLAMs, das Breitbandkabelnetz in Köln ("Weißt Flecken") sowie in den Aufbau eines LoRaWAN-Netzes.

Im Geschäftsfeld Abfallentsorgung und -verwertung fiel das Investitionsvolumen 2021 mit rund 13 Mio. Euro deutlich niedriger als im Vorjahr aus (2020: rund 50 Mio. Euro). Dies war durch den Abschluss großvolumiger Investitionsvorhaben aus den Vorjahren bedingt. 23 Mio. Euro entfielen schließlich auf sonstige Geschäftsfelder, dazu gehörten u.a. Investitionen in den Ausbau der Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität.

Auswirkungen des Ukraine-Kriegs bereiten große Sorgen 

Für die Zukunft sieht Dr. Dieter Steinkamp, der Ende Juni aus dem Amt scheiden wird, den Konzern mit seinen aktuell 14.325 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut aufgestellt. Allerdings bereiten ihm die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs große Sorgen.

"Die Energiepreise sind explodiert. Wir werden im Herbst die Strompreise erhöhen müssen. Der gesetzliche Algorithmus schreibt das vor", sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung, der auch von einer weiteren Preiserhöhung im kommenden Jahr ausgeht und auch "dramatische" Preissprünge von 30 bis 40 Prozent nicht ausschließt.

"Das wird nicht nur für die Privatkunden, sondern auch für die Industriekunden ein großes Thema", fürchtet Dr. Dieter Steinkamp. Er fordert daher die Unternehmen und Bürger zum "Sparen mit Augenmaß" auf.

"Wer seine Zimmertemperatur im Winter nur um zwei Grad senkt, wird 12 Prozent Energiekosten einsparen können. Energiesparen ist immer sinnvoll, alle Einsparungen helfen weiter", so der Stadtwerke-Boss auch in Kenntnis der zeitgleich durch den Bundeswirtschaftsminister ausgerufenen Alarmstufe des Notfallplans Gas angesichts der bei weitem nicht vollen Gasspeichern. Energiesparen ist also das Gebot der Stunde.(Foto: Pressefoto Stadtwerke, Tobias Gonscherowski)

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