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koeln.de

Im Palais Oppenheim

Sotheby's eröffnet neuen deutschen Hauptsitz in Köln

Mit einer Online-Auktion zu moderner und zeitgenössischer Kunst vom 10. bis zum 17. September eröffnet das Auktionshaus Sotheby's seinen neuen deutschen Hauptsitz in Köln. Das Unternehmen residiert von nun an im Palais Oppenheim, einem schlossähnlichen Anwesen am Rhein, das mehrere Jahre lang aufwendig restauriert worden ist.

 

Sotheby's sei damit das einzige internationale Auktionshaus, das in Deutschland Auktionen durchführe, sagte die Sotheby's-Deutschland-Chefin Franka Haiderer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. In Europa ist Köln für Sotheby's der sechste Auktionsstandort, die anderen sind London, Paris, Genf, Zürich und Mailand.

Für Köln habe neben einer lebendigen Kunstszene, den vielen Museen und Galerien sowie der größten deutschen Kunstmesse Art Cologne vor allem die hohe und gewachsene Sammlerdichte im Rheinland gesprochen. "Zudem ist die Lage ansprechend: Wir sind für alle etablierten und neuen Kunden aus den angrenzenden Beneluxländern und innerhalb Deutschlands gut erreichbar." Mit dem Palais Oppenheim habe man zudem eine perfekte Immobilie gefunden, wie sie nur selten freikomme. Unterstützt werde das Team in Köln weiterhin von den Kolleginnen und Kollegen an den deutschen Sotheby's-Standorten in München, Berlin, Hamburg und Frankfurt/Main.

Corona-Pandemie verändert Auktionsmarkt

Haiderer sagte, die Corona-Pandemie habe den Auktionsmarkt von Grund auf verändert. Vorher hätten etwa 30 Prozent der Sotheby's-Auktionen online stattgefunden und 70 Prozent in Präsenz im Auktionshaus, jetzt habe sich das Verhältnis umgekehrt. Sie rechne damit, dass das so bleibe. Auch viele ältere Sammler hätten sich im Laufe des Corona-Jahrs mit Online-Auktionen vertraut gemacht und die Vorteile schätzen gelernt. Bei den jüngeren Sammlern sei der große Vorteil, dass die Hemmschwelle für Online-Auktionen wesentlich niedriger sei. 30 Prozent der Neukunden - die zum ersten Mal kaufen oder mitbieten - sind unter 40 Jahren alt.

In Köln sollen vorerst nur Online-Auktionen stattfinden. Im Palais Oppenheim könne man die Werke aber eben auch in öffentlichen Ausstellungen besichtigen und sich im persönlichen Gespräch beraten lassen. Ein solcher Anlaufpunkt sei neben dem Service, der im Internet und telefonisch geboten werde, sehr wichtig. Die Versteigerungen in Köln sollen künftig ein breites Spektrum abdecken, von moderner und zeitgenössischer Kunst über Design und Fotografie bis zu Luxusartikeln. Die Eröffnungsauktion bietet unter anderem das Gemälde "Der Nutzgarten in Wannsee nach Westen" von Max Liebermann aus dem Jahr 1920 für geschätzte 300 000 bis 400 000 Euro an. Das expressionistische Gemälde "Herbstschatten" von Max Pechstein von
1921 wird auf 120 000 bis 180 000 Euro geschätzt. (dpa, jvs; IMAGO / Horst Galuschka)

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