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Loss mer schwade

So war der Kölntalk mit den Fußballerinnen des 1. FC Köln

Köln - Ist der Hype um den Frauenfußball nach der EM schon wieder vorbei? Beim Kölntalk Loss mer schwade am Montag im neu eröffneten Rheinpark-Cafe begrüßte FC-Stadionsprecher Michael Trippel eine hochrangige Runde der Frauen-Mannschaft des 1. FC Köln. Man sprach über Vorurteile, Ungerechtigkeiten und die Perspektive des FC für die neue Saison, die am Sonntag (13 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Hoffenheim startet. 

Neuzugang Sarah Puntigam ist Österreichs Rekordnationalspielerin und berichtete über ihre Anfänge: "Ich war das einzige Mädchen in meinem Heimatverein. Es war dann so, dass der Verein eigentlich kein Mädchen haben wollte und dass sich mein Onkel extrem für mich eingesetzt hat. Erst durfte ich bis zur U12 mitspielen, dann bis zur U14, letztendlich konnte ich so lange spielen, wie ich wollte. Es war aber alles andere als selbstverständlich damals. Ich bin mit 14 in die Landesauswahl gekommen und gesichtet worden für das Nationalteam, dann war für mich klar, dass ich das gefunden habe, was ich machen will."

Forderung nach mehr Professionalität 

Lotta Cordes zum Thema Equal Pay: "Es gibt erst mal andere Sachen, die Priorität haben sollten. Es gibt so viele Mädels, die nicht professionell Fußball spielen können, obwohl sie in der 1. Liga spielen. Sie müssen nebenbei noch arbeiten, um die Miete zu bezahlen. Wir müssen da ansetzen, damit die Professionalität in der 1. Liga gegeben ist. In England ist man da leider einen ganzen Schritt voraus."

Sarah fand auch: "Die Bedingungen müssen professioneller werden, dass es normal ist, dass ein Physio und ein Athletiktrainer da ist." Trainer Sascha Glass: "Bei den TV-Rechten ist bei uns noch einige Luft nach oben, wenn man das mit England vergleicht."

Michael Trippel wies auf ein Kuriosum hin: "Millionen vorm Fernseher waren begeistert von der EM und haben die deutsche Mannschaft gefeiert. Jetzt gab es eine Umfrage vom Kicker: Werden sie nach der EM häufiger zu den Spielen der Frauen gehen? 80% Nein, aber 20 % Ja. Muss man dann auch positiv sehen mit den 20 %."

Männer- und Frauenfußball solle nicht verglichen werden 

Eigengewächs Ally Gudorf zu mehr Zuschauern bei den Spielen: "Werbung ist sehr wichtig. Ich höre oft, Frauenfußball ist langsam und langweilig, wahrscheinlich haben die noch nie ein Frauenfußballspiel gesehen.

Sascha Glass stimmte zu: "Der erste Fehler, der immer gemacht wird, ist, dass immer verglichen wird mit dem Männerfußball. Es wird die Geschwindigkeit und die Dynamik verglichen. Diesen Vergleich macht man bei keiner anderen Sportart so intensiv, du vergleichst ja auch nicht einen 100 m Sprinter mit einer Sprinterin."

Und wo wird der FC nun landen? Ally zu den Saisonzielen: "Wir können im Mittelfeld der Liga wieder mitspielen, es ist unser Ziel, dass wir den 6. oder 7. Platz anvisieren. Ins Pokalfinale kommen wir ja dann eh : ))"

Der nächste LMS-Talk dreht sich wieder um den Karneval. Am 30.9. empfängt JP Weber im Lindner Hotel die Präsidenten der Jubiläumsgesellschaften mit FK-Chef Chris Kuckelkorn! Die Gründer Markus Krücken und Eddy Bopp: "Nach der Premiere auf Mallorca war es uns wichtig, nach dieser tollen EM dem Frauenfußball und dem FC damit eine Plattform zu geben." (Foto: Markus Kruecken)


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