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Sieben Kategorien

Kölner Theaterpreise zum 30. Mal verliehen

 

Zum 30. Mal wurden am Montagabend im Komed-Haus die Kölner Tanz- und Theaterpreise verliehen. Für sieben Kategorien standen insgesamt 33.600 Euro Preisgeld bereit. Zum Jubiläum gab es nicht nur einige organisatorische Neuerungen. Erstmals wurde auch eine Schauspielerin gleich in drei Kategorien ausgezeichnet.

Sibel Polat heißt die glückliche Dreifach-Siegerin. Zunächst konnte sie sich als Ensemblemitglied der Produktion „Wem gehört die Straße?“ freuen. Die wurde als bestes Kinder- und Jugendstück ausgezeichnet. Die Koproduktion von Comedia Theater und Consol Theater Gelsenkirchen setzt sich mit sexistischen Übergriffen, Provokationen und Verrohung der Sprache auseinander – und das „berührend, humorvoll und mit hohem Tempo wird der Zuschauer mitgerissen“, so die Jury. Das Preisgeld von 5.000 Euro stiftete die GAG.

Dann strahlte Sibel Polat allein auf der Bühne: Die Jury hatte sie als beste Darstellerin ausgesucht. 3.500 gab’s dafür von der CG Lympha und ein dickes Lob: „Sie ist keine Diva, sondern ein Ensemblemensch, mit ihrer Energie und stets positiven Einstellungen versteht sie es, ein ganzes Ensemble mitzureißen.“

Höhepunkt der Veranstaltung ist immer die Auszeichnung als „Bestes Theaterstück des Jahres“. Die 10.000 Euro – gestiftet der Sparkasse KölnBonn, dem Kölner Kulturamt und dem Arzt Manuel Cornely – ging diesmal an „Sturm“, eine Koproduktion von Mrosek/Wiesenhöfer/Diekamp/Winke, Orangerie –Thetaer und studiobühne Köln. „Ein faszinierendes Spiel zwischen real und irreal, tot und lebendig, Hinterlist und Wahnsinn“ zeigte sich die Jury begeistert. Und mitten im Ensemble – genau – Sibel Polat.

Verkündet werden die Preisträger nach der Nennung der Nominierungen a la Hollywood „And the winner is...“. Beim besten Darsteller wurde diesmal darauf verzichtet. „Damit wird eine Lebensleistung belohnt. Für die lediglich Nominierten ist das bisherige Verfahren eine zu große Enttäuschung“, begründete Zeremonienmeister und SK-Kultur-Geschäftsführer Hans-Georg Bögner die Neuerung.

Traditionsgemäß keine Nominierungen gibt es beim Ehrentheaterpreis, dessen Träger schon Wochen vorher bekannt ist. Diesmal ging er an Werner Meyer, seit 2003 „Hoffotograf“ der freien Kölner Theaterszene. „Sanft, zurückhalten, beharrlich und mit dem Blick für den Augenblick“, so die Begründung der ehemaligen Preisträger, die ihren „Nachfolger“ wählen. Bevor er nun nach Husum umzieht, überreichte ihm Netcologne-Chef Timo von Lepel Urkunde und 2.600 Euro Preisgeld.

Und das sind die weiteren Preisträger: „A universal weakness“ von Carla Jordao in Koproduktion mit der Almada Dance Company aus Portugal erhielt den Tanztheaterpreis (5.000 Euro, gestiftet vom TÜV Rheinland); das „Urbäng“-Festival für performative Künste“ wurde mit dem Kurt-Hackenberg-Preis für das beste politische Theaterstück ausgezeichnet (5.000 Euro von der AVG Ressourcen); Fee Zweipfennig erhielt den Nachwuchspreis „Puck“ für junge Schauspielerinnen und Schauspieler (2.500 Euro von der Rheinenergie).

Um Kölns freie Theaterszene zu stärken, hat die SK Stiftung Kultur – heute getragen von der Sparkasse Köln Bonn, damals noch Stadtsparkasse Köln – 1990 erstmals das beste Theaterstück des Jahres ausgezeichnet. Die anderen Kategorien kamen im Laufe der Zeit dazu. Bis heute wurden 810.000 Euro Preisgeld verteilt. In diesem Jahr sahen die einzelnen Jurys zusammen 125 Produktionen. Auch eine Nominierung ist inzwischen gut für das Image.

Die Preisverleihungen im Mediapark haben sich zu einem wichtigen gesellschaftlichen Treffpunkt für Theaterwelt und Politik entwickelt. Der Veranstaltungszahl erweist sich regelmäßig als zu klein, viele Besucher müssen stehen – und sind trotzdem voll Begeisterung dabei. Mit Henriette Reker hielt erstmals auch ein OB die Eröffnungsrede. Die Oberbürgermeisterin verwies stolz auf die kontinuierlich gewachsene Förderung der freien Szene. Waren es 2016 noch 182 Millionen Euro, werden es 2021 231 Millionen sein.

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