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DEHOGA-Mahnwache vor dem Kölner Dom

Gastronomen: "Ohne Perspektive geben wir den Löffel ab!"

 

Die Lage des Gastgewerbes in Köln ist ernst wie nie. Deshalb organisierten der Brancheverband DEHOGA und die IG Gastro Köln eine Mahnwache vor dem Kölner Dom unter dem Motto: "Ohne Perspektiven geben wir den Löffel ab!" Mit der spektakulären Aktion wollen die Hoteliers und Gastronomen auf ihre verzweifelte Lage aufmerksam machen und Druck auf die Politik ausüben.

Von Tobias Gonscherowski

Es sind bedrückende Szenen, die sich am Freitag auf dem Roncalliplatz vor dem Kölner Dom abspielen. Auf einem blauen Teppich steuern Dutzende Menschen ein großes Fass an, in das sie einen Löffel werfen. Manche sind sichtbar wütend, doch die meisten leiden still vor sich hin.

 

Es sind Köche, Kellner, Hoteliers, Wirte, es sind Menschen, die ihr Geld im Gastgewerbe und in der Gastronomie verdienen. Seit drei Monaten haben ihre Betriebe wieder geschlossen. Ob und wann es weitergeht, wann sie wieder öffnen dürfen, kann ihnen niemand sagen.

Auf Transparenten stehen ihre Forderungen. "Entwickelt Startegien für uns!" ist zu lesen, "Hotels öffnen, sicher!", "Zukunft für Gastgeber statt sterben auf Raten!", "Gastro-Kultur erhalten!", "Betriebserhaltende Entschädigung statt Hilfe!" und schließlich: "Wir brauchen Perspektiven!"

Nach Schätzungen des DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) Nordrhein mit seinen rund 6.700, Betrieben - darunter 3.500 alleine in Köln - könnten bis zu zwei Drittel der Restaurants, Kneipen, Cafés, Hotels, Clubs und Diskotheken pleite gehen, wenn nicht seitens der Politik sofort umfangreiche Maßnahmen ergriffen werden.

"Das bringt uns auf die Palme" 

Besonders übel stößt ihnen auf, dass sie zuletzt in den Konferenzen der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten offenbar gar keine Rolle mehr gespielt haben. "Es gab keine einzige Silbe des Bedauerns für unsere Situation", empört sich Christoph Becker, der Geschäftsführer des DEHOGA Nordrhein. "Das bringt uns auf die Palme."

Die Gastgewerbetreibenden können nicht verstehen, dass nichts passiert und auch ihre Anstrengungen überhaupt nicht honoriert werden. "Viele Gastronomen und Hoteliers haben Hunderttausende von Euros in Hygienekonzepte und wirksame Luftfilter investiert und mussten trotzdem schließen", ärgert sich Christoph Becker. "Aber wir stehen eben nicht im Fokus der Politik."

In der Gastronomie gibt es Hygienekonzepte, die Nachverfolgung ist möglich. Zudem würden zahlreiche Studien belegen, dass die Infektionsgefahr mit Corona in Hotels und Restaurants mit niedrig bewertet wurde. "Das sind sichere Orte, trotzdem wurden wir gezwungen zu schließen und die größten Opfer zu bringen", sagt der DEHOGA-Geschäftsführer. Die Folge daraus ist, dass viele Gastwirte finanziell am Ende sind.

Viele Gastwirte finanziell am Ende 

Unverständlich sei auch, dass mit Frühlingsbeginn die Regeln in öffentlichen Parks oder auf dem Rheinboulevard verschärft würden. Die Situation können auch anders gelöst werden, indem zumindest Biergärten und Außengastronomiebetriebe wieder öffnen dürften. Dann würden sich die Menschen nicht nur dicht an dicht gedrängt in den Parks zum Picknick treffen, sondern sich besser verteilen. Es gäbe in den Lokalen, Biergärten und Cafés Hygienekonzepte und Möglichkeiten der Nachverfolgung.

Damit die Branche überleben könne, seien jetzt vor allem zwei Maßnahmen erforderlich. Henning Thomas Graf von Schwerin, der Präsident des DEHOGA Nordrhein fordert eine "konkrete Öffnungsperspektive sowie wirksamere und schnellere staatlichen Hilfen auch für größere Betriebe und sogenannte verbundene Unternehmen".

Nachhaltige Strategien gefordert

Hinsichtlich einer dauerhaften und verbindlichen Öffnung der Gastronomie und Hotellerie fordert der DEHOGA "nachhaltige Strategien und gezielte Maßnahmen unter Anwendung wissenschaftlicher, medizinischer und technischer Erkenntnisse. Dazu zählen flächendeckende und kostenlose Schnelltests, die Nachverfolgung von Infektionsrisiken in öffentlichen Bereichen und der Einsatz von Registrierungs-Apps, die die Arbeit der Gesundheitsämter entlasten.

"Wir bitten die Politik, die vom DEHOGA eingereichten Vorschläge und Leitlinien in die Überlegungen mit einfließen zu lassen. Wir hoffen auf eine mögliche Öffnung unserer Betriebe rechtzeitig vor Ostern, die Hoteliers auf die Möglichkeit, neben Geschäftsreisenden auch wieder private Reisende beherbergen zu können", sagt Graf von Schwerin.

Die Forderung des DEHOGA ist klar: Es muss auch um die Entschädigung der von der Zwangsschließung betroffenen Betriebe gehen – nicht nur um Beihilfen. Zumal selbst die bislang gewährten Hilfen nicht ansatzweise ausreichend sind und auch ein lebenssichernder Unternehmerlohn nicht vorgesehen ist. (Foto: Tobias Gonscherowski)

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