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Festkomitee-Präsident

"Köln hört da auf, wo die Leute nicht mehr Alaaf rufen"

Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees, fand im Kölntalk "Loss mer schwaade" kantige Worte: "Köln hört für mich da auf, wo die Leute nicht mehr Alaaf rufen", stellte er die große Bedeutung des Kölner Karnevals heraus.

So locker hat man den Präsidenten des Festkomitees Kölner Karneval wohl selten erlebt: Christoph Kuckelkorn hatte beim kölschen Talk "Loss mer schwade" am Donnerstag Abend sichtlich Spaß. Kein Wunder, standen kurz nach dem 11.11. viele Themen rund um den Fastelovend in Köln zur Debatte. "Köln hört für mich da auf, wo die Leute nicht mehr Alaaf rufen", so der Präsident, der ausführlich das Sessionsmotto "Et Hätz schleiht em Veedel" erklärte.

"Fastelovend im Veedel ist die Keimzelle. Der richtig Kölsche fiert in seinem Veedel. Aber die Auflagen und die Kosten werden immer mehr . Wir brauchen ein Motto, das darauf hinweist: Hier muss was getan werden. Wir haben fünfzig Zöch in Kölle. Da sind einige dabei, die nicht das große Geld haben. In Neubrück veranstaltet einen Frau den Zug alleine, trägt das Risiko ganz alleine. Da kann es sein, dass so ein Zoch nicht stattfinden kann. Deshalb haben wir uns engagiert, dass ein Budget bereitgestellt werden wird für Zuschüsse. Wenn wir unsere Kultur darüber vermitteln können, ist das total wichtig."

Köln hat mehr als 86 Veedel

Apropos Veedel. "Wir haben nicht 86 Veedel. Mit dem Vorurteil muss man aufräumen. Es gibt das Agnes-Gereons-Vringsveedel. Wir sind bei 125 Veedel und man kann noch 'kleiner' gehen'", so Kuckelkorn, "Das Veedel war früher die Welt von manch einem, er ist da nie drüber rausgekommen." Interessant, wie er über seine frühere Rolle als Zochleiter denkt: "Ich muss sagen Ich trauere dem Zugleiter-Sein immer noch hinterher. Zoch ist das schönste, was man in Kölle machen kann im Ehrenamt. An dem einen Tag mal richtig abzufeiern und den Kölnern dieses Geschenk dieses Zuges zu machen - das ist das Größte was es gibt."

 

Nachdenkliche Töne gab es ebenso. Als es zum Beispiel um das Verhalten mancher Jecken in der heutigen Zeit ging. "Früher standen die Leute am Zugweg und haben sich gut verhalten", so Kuckelkorn, "Aber es kommt immer öfter vor, dass eine Pferdebegleiterin Prellungen hat, weil sie von einem Mann mit Schlagring attackiert wurde. Das Problem sind nicht die Pferde im Zug, sondern die Leute. Geh mal zum FC oder am Wochenende auf die Ringe - der Karneval ist nicht mehr und nicht weniger als der Spiegel der Gesellschaft."

Rosenmontagszug rechtsrheinisch wird teuer

Über den Plan, den Rosenmontagszug auf die rechte Rheinseite zu führen, sprach Kuckelkorn mit Moderator JP Weber ebenfalls: "Ich habe viele Jahre auf der rechten Rheinseite gewohnt. Von da aus Kölle zu sehen, ist göttlich. Die Idee hat jeder Zugleiter schon einmal gehabt. Wir haben gesagt: Wir stehen zu der Idee. Das Problem jedoch sind die Kosten. Das sind 5.000 bis 6.000 Euro pro Gesellschaft, das können wir denen nicht zumuten. Sie brauchen mehr Vorlauf. Aber das werden wir trotzdem wieder überlegen."

Wichtig war Kuckelkorn auch: "Seit dem 11.11. habe ich vier neue Präsidenten vereidigt. Und die vier Vereidigungen bestanden aus einem Kerl - und drei Mädcher. Das wird auch Zick. Das fördern wir stark. Ein zweites Thema, das uns verdammt wichtig ist, sind die Pänz. Viele kommen ja nicht aus unserer Kultur. Wir haben eine gnadenlos gute Strategie, wie wir sie mitnehmen. Wir gehen in die Schulen und singen mit den Pänz, rocken die Schule, egal ob Brennpunktschulen oder rausgeputzte, das macht echt Spaß." Viel Applaus gab es dafür von den Besuchern, die noch lange nach Talkende em Hähnche blieben.

Organisator Markus Krücken zog unmittelbar nach dem Talk Bilanz: "Ein Meilenstein für Loss mer schwade. Dieser Abend war sicher einer der schönsten, die wir je hatten. Kompliment an JP Weber und Danke an das Festkomitee!" Die nächste Ausgabe des Talks gibt es am Montag, den 2. Dezember, wenn Fasteleer-Urgestein Marita Köllner die Ladies-Night im Thiebolds Eck mit Ingrid Kühne, Achnes Kasulke und Annegret vom Wochenmarkt moderiert. (red, Foto: Bopp)

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