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Loss mer schwade

Brings: "Druck kann grausam sein"

 

Kölscher Dialekt in Reinkultur: Da freuten sich die Zuhörer im Heising und Adelmann vor Ort und am Facebook-Livestream, als die Gebrüder Brings und Gerd Köster beim Kölntalk "Loss mer schwade" in feinster Mundart über diverse Themen des Karnevals und Lebens philosophierten.

 

Natürlich gab es auch viele launige Anekdoten, die für Lacher sorgten. Doch als es um das Thema Druck ging, wurde es eher still. Denn kein Geheimnis ist, dass die Musiker im Kölner Karneval jedes Jahr „liefern“ müssen. Und das bei wachsender, nachrückender Konkurrenz.

"Das ist ein enormer Druck. Du musst merken wat die Lück wolle, ich möchte nicht tauschen", so Gerd Köster, der bekennender Anti-Karnevalist ist. "Es gibt keinen, der weiß, was ein Hit ist. Mir macht das oft großen Druck. Manchmal hab ich eine Schreibbarriere, dann sitzt du vor dem weißen Blatt. Dann kommen die Pänz herein und es gibt Krach, weil ich Ruhe brauche", gab Peter Brings intime Einblicke über seinen Schaffensprozess.

"Einmal wollten wir zuhause eine Grill-Party machen. Doch dann fiel mir spontan was ein und dann bin ich im Keller zwei Stunden verschwunden. Danach gab es mit meiner Frau Theater. Es ist halt so: Du weißt nicht wann die Muse dich küsst. Wenn man was schreibt, so ein Lied und dann kommen 12 000 Leute in den Tanzbrunnen, das kann man sich nicht vorstellen, was das für ein Gefühl im Herzen ist."

Stephan Brings betonte auch, dass das Aufkommen der jungen Bands wie Kasalla, Querbeat oder Cat Ballu auch Brings genützt habe: "Durch die jungen Bands haben wir uns mehr angestrengt."

"Hatte ich keine Freundin, war ich obdachlos" 

Im Herzen behält die Band ihr jüngst früh verstorbenes Crewmitglied Jamba. Man merkte Brings den tief sitzenden Schmerz an. Heiterer wurde es dann, als es um das wilde Leben in früheren Zeiten ging. Peter: "Rockn Roll war immer ein Lebensgefühl bei uns. Ich hab alles genommen. Wenn das meine Gesundheit heute noch mitmachen würde, würde ich vielleicht immer noch daran teilnehmen. Aber ich weiß: Im Park laufen ist besser als die Tüte anzumachen. Für mich hat das dazu gehört. Hatte ich keine Freundin, war ich obdachlos."

Die Geburt seines ersten Kindes veränderte dann die Lage beim Frontmann: "Wenn du Kinder hast, musst du gucken, dass der Kühlschrank voll ist. Dann kommt der Vermieter. Wenn man keine Kinder hat, dann geht dir was ab im Leben. Das hat mich ein Stück gerettet, aber es war auch ein Eiertanz Mitte der 90er beides zu verbinden. Udo Jürgens hat es richtig gesagt: Wenn dich keiner han will, ist es einfach treu zu bleiben.“

Die kurzweilige Runde im Hotspot auf der Friesenstraße konnte kaum aufhören, nach eineinhalb Stunden war dann Ende des Talks. Die Macher freuen sich über tolle Reichweiten auf Facebook und kündigen an: "Bis Ende des Jahres haben wir noch viel vor. Die Rückmeldungen sind immens positiv und unsere Zuschauer dürfen sich auf weitere Abende mit hochkarätigen Gästen freuen. Für lau, der Eintritt bleibt frei", so Organisator Markus Krücken. (Text und Fotos: Bopp, Red )

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