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koeln.de

Nach gescheitertem Versuch im Juni

Bergung von E-Scootern aus Rhein in Köln soll Montag beginnen

Mehrere E-Scooter auf dem Grund des Rheins sorgen seit Wochen für Ärger in Köln. Eine geplante Bergung im Juni war zunächst gescheitert - nun wollen die Verleihfirmen einen zweiten Versuch wagen.

 

Nach wochenlanger Diskussion um versenkte E-Scooter im Rhein in Köln wollen die Verleihfirmen am Montag mit der Bergung der Roller beginnen. Spezialtaucher sollen zunächst im Rheinauhafen die Scooter aus dem Wasser bergen, wie Sebastian Schlebusch sagte, Sprecher der Arbeitsgruppe Mikromobilität der Plattform Shared Mobility, die die Verleihfirmen vertritt.

E-Scooter liegen an 105 Stellen

Eine Untersuchung mit einem Sonarboot habe 105 Orte im Rhein ergeben, an denen E-Scooter liegen könnten, sagte Schlebusch. Der Rheinauhafen sei ein Schwerpunktgebiet, dort seien an etwa 60 Stellen mögliche Scooter identifiziert worden. Das Sonarboot sei vom 9. bis zum 12. August die meisten Brückenbereiche, den Rhein in der Innenstadt und die Hafenbereiche abgefahren, allerdings nicht die weiter außen gelegenen Bezirke am Stadtrand.

Die Bergung im Rheinauhafen ist zunächst für Montag und Dienstag geplant. Spezialtaucher sollen mit einem Beiboot zu den Scootern fahren, diese bergen und an das Boot anhängen. Von dort sollen sie dann mithilfe eines Autokrans an Land gehoben werden. Dort sollen Spezialisten mit Sicherheitsequipment bereitstehen, um die E-Scooter auseinanderzunehmen, zu recyceln und abzutransportieren.

Für die Bergung der E-Scooter aus den anderen Bereichen des Rheins brauche es noch etwas Vorlaufzeit, sagte Schlebusch. Dort liegen die Scooter demnach teilweise auch in der Fahrrinne. "Da werden wir mit Spezialkranschiffen arbeiten müssen", sagte er. "Da ist die Verfügbarkeit immer noch nicht hundertprozentig geklärt." Die Kranschiffe seien zurzeit noch im Einsatz, unter anderem um Flutschäden zu beseitigen.

Bergung stehe nichts im Wege

Ende Juni war eine Bergung der E-Scooter vom Rhein durch die Anbieter zunächst gescheitert. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) Rhein hatte ein schlüssiges Konzept der Betreiber gefehlt, der Ablauf der Bergung war nicht ausführlich genug geplant gewesen.

Schlebusch zeigte sich zuversichtlich, dass die Genehmigungen für die nun geplante Bergung aus dem Rheinauhafen kein Problem sein werden.
"Alle Unterlagen liegen vor. Ich habe die Rückmeldung bekommen, dass wir das bis Ende dieser Woche hinbekommen", sagte er am Mittwoch. "Es ist alles ein Prozess, es steht aber nichts im Wege." (dpa,jvs; Foto: IMAGO / Future Image )

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