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111 Orte

Millionenallee auf Melaten: Kölns luxuriöseste Todesstätte

Sie ist die wohl luxuriöseste Todesstätte Kölns - die Millionenallee auf dem Melatenfriedhof. Pompöse und kostspielige Gräber schmücken den berühmten Friedhofspfad. Und wer genau hinschaut, entdeckt sogar Tünnes, Schäl und andere Figuren aus dem Hänneschentheater, die sich am Grabe ihres Erfinders Christoph Winters tummeln.

Ein Friedhof als Sehenswürdigkeit: Der Melaten-Friedhof

Der Name "Millionenallee" entstammt dem Volksmund; wann er sich einbürgerte, ist nicht bekannt. Geographisch bezeichnet er die Ost-West-Achse des Melatenfriedhofs, die von der Piusstraße zum Gürtel führt. Und was darüber hinaus damit gemeint ist, sagt der Name selbst: An der Millionenallee liegen die pompösesten, monumentalsten und teuersten Gräber dieses ohnehin schon prominentesten Kölner Totenackers. All diese Mausoleen und terrassenartigen Freiflächen wurden offensichtlich mit dem Blick auf ganze Familiendynastien angelegt, wobei ein Hang zu neogotischen Bögen und Türmchen unübersehbar ist.

Mehr zum Thema: Führungen über den Melatenfriedhof

Einen winzigen Abstecher sollte man an der Ecke Weg G auf den Weg F machen, das ist direkt gegenüber dem Areal der Bestatterfamilie Kuckelkorn. Dort nämlich steht das Denkmal eines Mannes, dessen Name weithin vergessen ist, dessen Lebenswerk diese Stadt jedoch bis heute prägt: Johann Christoph Winters (1772– 1862), der umtriebige Begründer des Hänneschen-Theaters.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Tünnes und Schäl am Grabe ihres Erfinders

Der Bonner Schneider war vermutlich auf der Walz in Flandern erstmals mit dem Puppenspiel in Berührung gekommen. Im Jahr 1800 heiratete er in eine Kölner Familie ein, zwei Jahre später stellte er in einem Bittbrief an den Bürgermeister den Antrag, ein Krippenspiel für Kinder einzurichten. Um 1823, zur Zeit des ersten Rosenmontagszugs, spielten auf Winters’ Bühne bereits all jene Figuren, die man bis heute kennt: von Hänneschen und Bärbelchen über den Speimanes bis zur Marizebell.

Winters wurde nach seinem Tod vermutlich in einem Armengrab bestattet, das in der Nähe der heutigen Millionenallee lag. Als man im Jahr 2002 den 200. Geburtstag seines Theaters feierte, schuf der Bildhauer Stefan Kaiser diese anrührende Erinnerungsstätte. Der Mann mit dem sympathischen Gesicht und dem fülligen Körper wird von Tünnes, Schäl und den anderen getragen, die wiederum zwischen den schiefen Knollendorfer Häuschen stehen.

111 Kölner Orte, die man gesehn haben muss - das Beste aus Band 1 und 2

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss - Band 2" von Bernd Imgrund und (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen.

 

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