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Teilweise Rückkehr zum Offenbachplatz

Schauspiel-Intendant rechnet mit weiteren Spielzeiten in Mülheim

Schauspiel-Intendant Stefan Bachmann stellte am Mittwoch das Programm der Spielzeit 2016/17 vor und kündigte einen mehrjährigen Verbleib der Inszenierungen auf dem rechtsrheinischen Ausweichsareal an. Er rechnet demnach infolge der Bauverzögerungen auf dem Offenbachplatz zumindest mit weiteren drei Spielzeiten, bis der Umzug in ein saniertes Schauspielhaus erfolgen kann.

Daher richtete sich Bachmann auch mit einem Appell an die Öffentlichkeit: „Wir sollten endlich aufhören, von einem Interim zu sprechen. Dieses Wort bezeichnet eine klar überschaubare Zeitdauer. Das ist hier nicht der Fall. Ich bin kein Interimsintendant. Dies ist das Schauspiel im Depot“, so der Theaterleiter.

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Bei der Pressekonferenz begrüßte Bachmann auch den neuen technischen Betriebsleiter der Bühnen Köln, Bernd Streitberger, der versprach, die „Kultur des gestörten Kulturablaufs“ baldmöglichst zu beenden. Konkrete Aussagen könnten jedoch erst in rund einem Jahr formuliert werden, bat Streitberger um Geduld.

Teilweise Rückkehr an den Offenbachplatz 

Unabhängig davon soll im Herbst das sogenannte „Kleine Haus“ in den ehemaligen Opernterrassen mit Darbietungen und Events einen Vorgeschmack auf die künftigen Produktionen an der Stätte geben. Kurz vor dem Abschluss stehen zudem die Verhandlungen um die Zukunft des aktuellen Spielorts für weitere fünf Jahre. Neben Probemöglichkeiten für das Schauspiel soll die Location langfristig als zentrales Bühnenlager sowie Auftrittsmöglichkeit für Laienensembles dienen. „Manchmal beglückt einen das Schicksal auch mit neuen Herausforderungen“, begrüßte Bachmann die Planungen für den kommenden Kulturstandort.

21 Premieren

Die neue Spielzeit des Schauspiel Köln umfasst 21 Premieren, davon zehn Ur- und Erstaufführungen. Den Auftakt markiert am 23. September die Inszenierung von William Shakespeares „Hamlet“ unter der Regie von Stefan Bachmann. Neben Adaptionen klassischer Stücke wie „Faust I“ und „Faust II“ unter der Regie von Moritz Sostmann, „Tod eines Handlungsreisenden“ (Regie: Rafael Sanchez) oder Heinrich Bölls „Ansichten eines Clowns“, in einer Bearbeitung von Thomas Jonigk, erwarten das Publikum auch moderne Aufführungen, beispielsweise das Fußballoratorium „Effzeh Effzeh!“ von Rainald Grebe sowie „Sprengkörperballade“ von Magdalena Schrefel. Erstmalig produziert das Schauspiel Köln zudem mit „Robinson Cruesoe“ ein reines Kinder- und Familienstück. Weiterhin im Spielplan bleiben unter anderem „Cyrano de Bergerac“, „Der Menschenfeind“, „Die Lücke“ und „Der gute Mensch von Sezuan“.

Tanz am Schauspiel Köln

In der Spielzeit 2016/17 öffnet sich der Vorhang des Schauspiel Köln auch wieder für den Tanz. Zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 gastieren sieben renommierte Ensembles, wie „Peeping Tom“, „L-E-V/Sharon Eyal & Gai Behar“, „Dance On/Rabih Mroué“ oder die „Vertigo Dance Company“ in Mülheim.

Über Termine, Preise und Möglichkeiten zur Ticketreservierung für die kommende Spielzeit informieren das neue Magazin „Eins Von Drei“ sowie die Internetpräsenz www.schauspiel.koeln. (td)

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