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Opern-Premiere

Köln feiert den "Fliegenden Holländer"

Von EDGAR FRANZMANN

Trotz aller Querelen zwischen Intendant Laufenberg und der Stadt: Künstlerisch bleibt  Kölns Oper erstklassig. Auch die letzte Premiere vor dem Umbau des Hauses am Offenbachplatz, "Der fliegende Holländer" von Richard Wagner, wurde groß bejubelt. Für den Intendaten gab es demonstrativen Extra-Applaus.

Wie von Wagner - wegen des Balladenstoffes - gewünscht, wird die Oper in Köln ohne Pause gespielt, aber die zweienhalb Stunden vergehen wie im Sturm.

Die Geschichte ist vor allem in der Version Heinrich Heines bekannt: Kern der Legende ist ein Kapitän, der durch eigene Schuld einen Fluch auf sich lädt, der ihn dazu zwingt, bis zum Tag des Jüngsten Gerichts zu segeln. Alle sieben Jahre darf der verfluchte Kapitän an Land. Wenn er dort eine Frau findet, die ihn aufrichtig und ewig treu liebt, so würde er Erlösung finden.

Als Kapitän Daland kurz vor dem Heimathafen im Sturm vor Anker gehen muss, sind gerade wieder einmal sieben Jahre um. Wie aus dem Nichts erscheint der Holländer, zeigt dem Käptn seine Reichtümer, was diesen veranlasst, ihm sogleich seine Tochter als Braut und treues Weib zu versprechen.

Als Daland den Holländer mit nach Hause bringt, scheint für seine Tochter Senta eine große Sehnsucht in Erfüllung zu gehen, denn das Mädchen hatte sich schon in das Bildnis des Unbekannten verliebt, das ihre Wohnung schmückte. Ihre Amme hatte ihr immer wieder von dem verfluchten Seemann erzählt, Senta hatte gelobt, ihn durch ewige Treue zu erlösen.

Allerdings war sie zuvor von ihrem Vater schon dem Jäger Erik versprochen worden. Der stellt Senta zur Rede, der Holländer fürchtet, schon wieder um seine Erlösung betrogen worden zu sein, und will sie freigeben, damit sie nicht mit ihm verdammt werde. Doch Senta will ihr Treuegelübde bis in den Tod erfüllen, sie erschießt sich mit Eriks Jagdgewehr.

Die Kölner Inszenierung (Regie: Dietrich W. Hilsdorf) endet hier und besinnt sich damit auf den ursprünglichen Schluss der Oper von 1843. Wagner hatte das Werk 1860 umgeschrieben: Zur Musik mit dem „Erlösungsmotiv“ steigen der Holländer und Senta aus dem Meer in den Himmel auf.

Die Kölner Aufführung ist in sich stimmig, auch dass hier der Böse, Samiel, stumm gespielt von Gabi Dauenhauer als Frau mit zwei Gesichtern, als Person tatsächlich auf der Bühne erscheint.

Kostüme (Renate Schmitzer) und Bühnenbild (Dieter Richter) siedeln die Geschichte in der Entstehungszeit der Oper, also Mitte des 19. Jahrhunderts an. Alles ist  auf schnellen Umbau angelegt. Aus einem sturmumtobten Hafenkai entsteht auf einen Dreh eine Spinnerei, aus der wird Sentas Wohnung, und aus der wird das bedrohliche Schiff des Holländers mit seiner untoten Besatzung.

Die herausragenden Highlights des Abends setzten die Solisten, allen voran Bassbariton Samuel Youn als "Holländer" und Sopranistin Erika Sunnegårdh als "Senta". Großartig auch Bass Lars Woldt als "Kapitän Daland" und Tenor Jeondki Cho als "Steuermann". 

Das Gürzenich-Orchester unter Markus Poschner spielte ordentlich, aber nicht so glanzvoll, wie man es schon gehört hat.

Insgesamt aber war auch diese letzte Premiere vor dem geplanten Umbau des Hauses am Offenbachplatz eine sehenswerte Produktion der Kölner Oper, die vom Publikum begeistert gefeiert wurde. 

Nach Schluss kam es sogar zu einer spontanen Demonstration für Intendant Uwe Eric Laufenberg: Als das Licht im Saal anging, entdeckte das Premierenpublikum den Hausherrn auf dem Balkon, von dem aus er die Aufführung verfolgt hatte, und feierte ihn mit "Laufenberg-Bravo-Sprechchören", eine Reaktion auf das Kündigungstheater zwischen der Stadt und dem Intendanten.

Vor der Premiere hatte die Stadt eine Pressemitteilung verschickt, Laufenberg habe sein Angebot, seinen Vertrag einvernehmlich nach der Spielzeit 2013 aufzulösen, zurückgezogen, man erwarte, dass er jetzt seinen Vertrag bis zum Jahre 2016 erfülle. Wenige Minuten später konterte Laufenberg mit einer Gegenpressmeldung: Die Meldung der Stadt sei falsch, nicht er habe sein Angebot zurückgezogen, sondern die Stadt habe dieses Angebot nicht angenommen.

Laufenberg beklagt, dass ihm zugesagte zwei Millionen Euro für die nächste Spielzeitfehlten, die Stadt erwartet im Gegenzug, dass er sein geplantes Programm so zusammenstreiche, dass er mit dem Geld auskomme. Eine einvernehmliche Lösung scheint nicht mehr in Sicht. 

Stattdessen gibt es neue Planspiele, die darauf hinauslaufen könnten, die Opernhäuser von Köln und Düsseldorf zusammenzulegen. 

 

 

 

 

 

 

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