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koeln.de

Zwei Männer vermisst

Stadtarchiv: Kaum noch Hoffnung für Vermisste

Auch einen Tag nach dem Einsturz des Historischen Stadtarchivs in Köln gestaltet sich die Suche nach den beiden vermissten Menschen schwierig. Feuerwehrchef Stephan Neuhoff sagte, es gebe kaum noch Hoffnungen, die Vermissten lebend zu finden.

Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma brach seinen Urlaub in Österreich ab und machte sich am Mittwochmorgen persönlich ein Bild von der Unglückstelle. Angesichts des Ausmaßes der Zerstörungen stellte Schramma den U-Bahnbau in Köln in Frage (mehr dazu).

Bildergalerie 2 (UPDATE): Rettungsarbeiten an der Einsturzstelle

Bildergalerie 1: Der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln

Die Suche nach den Vermissten - laut Polizei handelt es sich dabei um zwei Männer, die im Dachgeschoss eines benachbarten Hauses wohnten- gestaltet sich laut Neuhoff als schwierig: Die benachbarten Gebäude des Historischen Archivs sind einsturzgefährdet und unter der Unglücksstelle liegt ein Hohlraum, wodurch ein Absacken des Erdbodens zu befürchten ist. Neuhoff sagte, es werde vermutlich noch bis Donnerstagnachmittag dauern, ehe die Unglücksstelle so weit abgesichert sei, dass im Schuttberg nach möglichen Opfern gesucht werden könne. Es sei so gut wie ausgeschlossen, sie noch lebend zu finden.

Gefahr für die Retter geht weiter von den teilweise eingestürzten Nachbargebäuden des Stadtarchivs aus. Daher sollen heute mit einem Spezialbagger mit extra großer Reichweite die standunsicheren Gebäudeteile des Hauses 230 abgerissen werden, das Haus Nummer 220 soll komplett abgerissen werden.

Die ganze Nacht hindurch hatten die Einsatzkräfte die Aufräumarbeiten unvermindert fortgesetzt. Hinter dem komplett zusammengestürzten Gebäude seien mehrere Garagen abgerissen worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Dadurch wurde der Weg frei in einen der Keller des Archivs, aus dem Dokumente geborgen wurden. Die teilweise sehr wertvollen Stücke wurden von Archivaren in Kisten deponiert und in der Turnhalle eines benachbarten Gymnasiums zwischengelagert. Über das möglichst schonende Freilegen der noch verschütteten Dokumente wollen Experten aus ganz NRW entscheiden, wenn die Unglücksstelle gesichert ist.

Einsturzursache war unterirdischer Erdrutsch

Nach dem bisherigen Kenntnisstand hat ein Erdrutsch in dem Gleiswechselbauwerk unterhalb des Archivs dazu geführt, dass das Gebäude eingestürzt ist. Durch den Erdrutsch entstand ein Krater, in den das Archivgebäude abgerutscht ist. Setzrisse im Gebäude selber, die durch den U-Bahn-Bau entstanden sind, haben das Archiv nicht zum Einsturz gebracht.

Ein zusätzlich eingeschalteter unabhängiger Statiker kam bei einer Begehung im Dezember 2008 ebenfalls zu dem Ergebnis, dass keine Gefahr für das Gebäude bestehe. Das Ergebnis des Gutachtens: „Die entstandenen Risse sind unbedenklich. Das Gebäude ist im jetzigen Zustand in statischer Hinsicht ausreichend standsicher. Sicherungsmaßnahmen müssen nicht getroffen werden.“

Das vierstöckige Haus im Kölner Severinsviertel war am Dienstagmittag auf die Straße und in eine nahe gelegene U-Bahnbaustelle gekippt. Zwei benachbarte Wohngebäude fielen teilweise in sich zusammen. Das Archiv umfasst Dokumente aus mehr als tausend Jahren Kölner und rheinischer Geschichte, unter anderem 65 000 Urkunden, 104 000 Karten und eine halbe Million Fotos. Auch zahlreiche Nachlässe, darunter der des Schriftstellers Heinrich Böll, befinden sich in dem Archiv. Die früheste Urkunde stammt aus dem Jahr 922.

Stadtarchiv: 27 Kilometer Urkunden verschüttet

Abteilungsleiter: Einsturz war eine vorhersehbare Katastrophe

Video: Sonderbericht des WDR zum Einsturz des Historischen Archivs

 

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