• Home
  • Mi, 21. Aug. 2019
  • Stadtplan
  • Verkehr
  • KoelnMail
  • Newsletter
  • DE | EN
koeln.de

Reizvoll wandern, urig einkehren

Durchs Tal der Mühlen

Die 15 Kilometer lange Wanderung entlang eines kleinen Baches und über Stege und Stufen führt durchs Enderttal. Romantische Mühlen laden zur Einkehr ein - tolle Weitblicke gibt es ebenso.

Diese Wanderung führt im ersten Teil entlang eines reizvollen Bachs, über Stege und Stufen durchs tief eingeschnittene Enderttal. Romantische Mühlen laden zur Einkehr ein. Nach einem steileren Anstieg geht es auf die Anhöhe mit tollem Blick auf das Tal und die Moselberge. Über die Hochfläche und durch kleine Seitentäler führt der Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Wegbeschreibung

Von Kloster Martental gehen wir auf der Landstraße ins Tal. Hinter der Wallfahrtskirche, an einem kleinen Parkplatz, halten wir uns auf einem Weg (Pilgerweg II) mit einem Bächlein und dem "M" (Wasserfall) links.

Wir befinden uns auf einem Kreuzweg mit Leidensstationen, der in den Wald hinab führt. Vor der VII. Station wechseln wir auf einen Pfad nach rechts und gleich wieder nach links (Wasserfall). Der schmale Weg bringt uns erneut in Bachnähe und kurz darauf auch an einen Wasserfall. Moosüberzogene Felsen säumen den Weg durch das Tal. Über eine Holzbrücke überschreiten wir den Endertbach, der sich unmittelbar unter dem Steg in die Tiefe stürzt. Danach wenden wir uns nach links, steigen kurz zum Wasser hinab, um das Schauspiel in seinem ganzen Ausmaß zu erleben.

Wir setzen unsere Wanderung auf einem breiteren Forstweg (offener Winkel) nach links fort. Auf der rechten Bachseite geht es leicht bergab. Nach 10 Min. erreichen wir an einer Brücke eine Straße (L 100), halten uns knapp 200 m auf ihr abwärts und steigen auf einem Pfad hinab zum Bach (Göbelsmühle).

Ein wunderschöner Weg führt uns, immer in Bachnähe, in eine andere Welt. Ein enges Tal, gerade mal 10 m breit, vermittelt nach jeder Windung neue Eindrücke. Streckenweise geht es an Felsen vorbei, dann folgen Holzbrücken oder auch Stege und Abschnitte über felsige Pfade oder auf sandigem Boden direkt in Ufernähe. Ein Ort der Besinnung und der Ruhe.

Vier Mühlen für die nostalgische Einkehr

Nur hin und wieder erinnern alte Mauern und abgehende, fast versandete Mühlgräben an die vergangene Zeit, als im Tal die Mühlräder klapperten. Es gab hier einstmals über 30 Mühlen, übrig geblieben sind heute nur noch acht, von denen vier zum Einkehren einladen.

Von der rechten Seite mündet ein Siefen in die Endert; wir folgen dem "offenen Winkel" und einem Hinweis "Göbelsmühle", weiterhin talwärts. Bald danach taucht die erste Mühle vor uns auf. An einer Abzweigung bleiben wir in der Nähe des Bachs und gehen auf einem Pfad geradeaus weiter. Ab und zu zweigen schmale Wege aus dem Tal hinauf zu den Höhen ab, wir aber bleiben stets im Talgrund der Endert.

Über eine Brücke wechseln wir die Uferseite. Von links kommt ein Fahrweg ins Tal, auf ihm halten wir uns rechts und erreichen nach wenigen Metern die "Browelsmühle".

Nun wird das Tal wildromantisch, über Holzstege und Felsstufen wandern wir abwärts. An einer weiteren ehemaligen Mühle teilt sich der Weg erneut. Mit unserem Zeichen, dem "offenen Winkel", der uns das gesamte Tal begleitet, bleiben wir auf unserem Pfad. Wir kommen an einem Forellenteich vorüber und kurz darauf an eine Mühle, die "Göbelsmühle" (insgesamt 1,5 Std.). Unter Sonnenschirmen und auf langen Bänken sitzen die Wanderer am Endertbach. Wesentlich uriger ist allerdings der Innenbereich der Mühle. Eine nackte Felswand bildet die Stirnseite des Raumes, und ein kurioser Ofen sorgt für das Wohlbefinden im Winter.

Erfrischt geht es weiter

Nach einer Erfrischung geht es weiter, wenige Meter auf einem Fahrweg hinauf, dann nach rechts hinab mit unserem Zeichen und "Coc". Wir bleiben auf dem breiten Fahrweg, der sich im Hang hinauf schlängelt. Durch Laubwald führt der Weg teilweise recht steil bergan. An Tonschieferfelsen und später an einer Abzweigung geht es auf dem Schotterweg in Richtung Greimersburg stetig aufwärts.

Nochmals folgt eine Abzweigung, man wandert aber weiter geradeaus. Kurz vor dem Waldaustritt geht der Schotterweg in einen Teerweg über. In einer Senke steigt man auf die Anhöhe, zur Linken Weideflächen und zur Rechten ein Waldsaum. Hin und wieder taucht die Markierung "4" auf. Nach 30 Min. erreicht man den Ort und geht auf der "Endertstraße" geradeaus bis zur Hauptstraße. Hier trifft man auf die Route der vollständigen Wanderung. Gemeinsam gehen wir nach links aus dem Dorf.

Von links kommt der Wanderweg (4) von der Göbelsmühle hinzu. Wir wandern weiter geradeaus und immer noch bergan, aus dem Ort hinaus auf die Höhe (4). Wir kommen an der Abzweigung zu den "Kaushöfen" vorbei, immer auf dem Teersträßchen bleibend. Allmählich verläuft unser Weg durch mehrere Kurven abwärts in die Talsenke. Kurz darauf zweigt die "4" nach links hinab ins Enderttal, wir aber gehen mit der "7" geradeaus, leicht bergan.

Waldpassage mit Windbruch

An einer Weggabelung (zwei Bänke mit Birke) halten wir uns rechts und wandern durch die Fluren weiter bergwärts bis hinauf zum Wald. Es folgt eine kurze Waldpassage (mit Windbruch). Auf der Höhe gelangen wir an ein Wegkreuz. Mit der "7" (Martenstal) wenden wir uns wieder nach links dem Tal entgegen. Zwischen Waldrand und Feldern fällt der Sandweg schnell ab.

Am unteren Ende, an Viehunterständen, unmittelbar vor dem Wald halten wir uns rechtwinkelig rechts. Über einen Bach durchqueren wir eine Senke und steigen nach links, auf einem Schotterweg, bis zu einem Querweg an. Hier wandern wir nach rechts, und im Wald geht es aufwärts bis zur Anhöhe. Wir treten aus dem Wald und wandern zwischen Viehweiden geradeaus weiter auf ein paar Häuser zu (Jorscheid). An einer Hofanlage stoßen wir auf eine Landstraße (L 100), folgen ihr ca. 200 m talwärts und biegen dann nach rechts (Kloster Martental) ab. Auf der Straße (K 15), an einem Kreuz vorbei, gelangen wir bald zum Kloster und zum Ausgangspunkt. (Foto: Rüffer/Rüffer-Lukowicz)

Die Wanderung stammt auszugsweise aus:

Genussvoll wandern und urig einkehren in der Eifel
14 Rundwanderungen zu alten Mühlen und rustikalen Burgschänken

Christiane Rüffer-Lukowicz, Jochen Rüffer
192 Seiten, mit 147 farbigen Abbildungen und 15 Karten
12 x 20,5 cm, kartoniert

Erschienen beim Bachem-Verlag
14,95 Euro (ISBN: 978-3-7616-2192-9)

Jetzt bei Amazon online bestellen

Länge/Dauer: 15 km, ca. 4 Std.
Schwierigkeitsgrad: Lange Wanderung, kurze, steile Steigungen und Abstiege. Anstiege: 270 m.Abstiege: 270 m
Anfahrt mit PKW: Von Köln A 61 bis Mendig, dann die B 258 bis Ausfahrt Mayen und die A 48 bis Abfahrt Kaisersesch, dort über Schöne Aussicht bis Maria Martental (Parkplatz unterhalb des Klosters).
Anfahrt mit dem ÖPNV: Mit der DB nach Andernach, weiter mit dem TransRegio bis Kaisersesch, dann mit Bus, Linie 713 (RMV), bis zum Kloster Maria Martental. Weitere Infomationen zur Anfahrt mit Bus und Bahn erhalten Sie unter der Telefon-Nummer 0 18 03/50 40 30.
Einkehren:
Im Enderttal "Göbelsmühle", in Greimersburg Gasthaus "Esper"
Karte und Bilder: Jochen Rüffer