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111 Kölner Kneipen

Lotta, links und Lokalpatriotismus

Linker Ursprung, Lokalpatriotismus wird hochgehalten: die Lotta in der Südstadt. Es läuft Rock und Punk, im Fernseher 1. FC Köln und St. Pauli. Und zu Karneval geht's hoch her. 

Obwohl es die Lotta heißt, geht der Name dieser Kneipe nicht auf den weiblichen Vornamen zurück, sondern stammt aus dem Italienischen. »Lotta continua« bedeutet so viel wie »Der Kampf geht weiter« und war der Titel einer linksradikalen Gruppe aus Turin. Im Gefolge der 68er-Bewegung hatten sich dort Studenten und Arbeiter des Autokonzerns Fiat zusammengeschlossen.

Auch die Lotta in der Kölner Südstadt entsprang einem linken Bündnis. Hier legte ein Kollektiv seine Ersparnisse mit dem hehren Ziel zusammen, der eigenen Community eine weitere Zapfstelle neben dem Q-Hof zu bieten. In der angenehm schummrigen Atmosphäre im Schatten des Severinstors ist aber auch jeder andere Gast stets willkommen. Zwar läuft hier vorzugsweise Musik der härteren Gangart (Punk, Ska, auch schon mal Reggae), aber dennoch schwappt die Stimmung nie ins Aggressive. Dafür sorgt schon die mit allen Wassern gewaschene Thekencrew.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Kneipen, die man kennen muss" von Bernd Imgrund und Thilo Schmülgen (Fotos).
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Traditionsspuren sind gut zu erkennen

Ihre erste Heimat fand die Lotta 1995 in der Achterstraße. Damals bewährte sich die Idee, eine aufgegebene kölsche Eckkneipe zu übernehmen und behutsam zu renovieren. Auch im 2001 eröffneten Etablissement am Kartäuserwall sind die Traditionsspuren noch gut zu erkennen, man betrachte beispielsweise die bleigefassten, braun getönten Fensterscheiben. Die stammen noch aus den Tagen, als der Laden »An d’r Vringspooz« hieß. Seinerzeit regierte hier ein schwules Pärchen, und es gingen schräge Shows über die kleine Bühne.

Weil Linkssein heutzutage weiter gefasst wird als einst, steht man in der Lotta auch zum kölschen Lokalpatriotismus. Karneval wird genauso ausgiebig zelebriert wie die Live-Übertragung aller FC-Spiele. Dass dies auch für die Matches von St. Pauli gilt, versteht sich in diesem Ambiente von selbst. Wer mag, kann dazu sogar original Hamburger Astra oder einen scharfen »Mexikaner à la Reeperbahn« trinken.

Adresse Kartäuserwall 12 | Tel. 0221/34 89 383 | lotta-koeln.de | Öffnungszeiten MI - MO ab 16 Uhr | ÖPNV Bahn 15, 16; Bus 132, 133, Haltestelle Chlodwigplatz

Die Serie auf koeln.de: 111 Kölner Kneipen, die man kennen muss

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Kneipen, die man kennen muss" von Bernd Imgrund (Text) und Thilo Schmülgen (Fotos), erschienen im Verlag Emons. Dieses Buch jetzt kaufen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

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