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111 Kölner Kneipen

Am Kappeseng, wo der Kohl mal zu Ende war

Mit einer vierstelligen Hausnummer ist sie ganz schön weit draußen, die Gaststätte "Am Kappeseng". Kurz vor der Grenze Kölns, wo früher der Kohl zu Ende war, gibt es die kölsche Gemütlichkeit.

Erbaut wurde dieses reizende kleine Lokal 1847. Und aus diesem Jahr stammt auch noch der gusseiserne Ofen links vorm Tresen, dessen Rohr sich bis hinter die Theke zieht und der das gesamte, damals noch einstöckige Häuschen beheizte. Auch große Teile der Einrichtung sind noch aus dem 19. Jahrhundert. Während draußen der urbane Pendlerverkehr der Aachener Straße vorbeirauscht, halten sie und die überall verteilten historischen Fotos die Erinnerung an eine vergangene, rein agrarische Epoche wach.

Den Wandel der Zeiten erlebte das Kappeseng schon im frühen 20. Jahrhundert. Vor der Tür, wo zunächst nur ein Brunnen zum Tränken der Pferde gestanden hatte, wuchs in den 1920ern eine Olex-Zapfsäule für Automobile aus dem Boden. Ebenfalls in jenen Jahren erhielt die Wirtschaft verschiedene moderne Anbauten, darunter eine Kegelbahn. Wo sie sich früher befand, erstreckt sich heute ein länglicher Saal.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Kneipen, die man kennen muss" von Bernd Imgrund und Thilo Schmülgen (Fotos).
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Wo die Stadt in Felder übergeht

Das kölsche Wort »Kappeseng« bedeutet streng übersetzt »Kohlende« und meint: Hier hört die Bebauung auf und fangen die Felder an. So nannte man diese kleinbäuerliche Gegend in Weiden, und »M’r jonn zom Kappeseng« war zugleich Ausdruck des Vorhabens, in der »Restauration Schumacher« einen trinken zu gehen. Alternative: »M’r jonn zom ›Süüle-Weet‹.« Auf eine Art Säule spannte man den zu bearbeitenden Schuh, und einer der aufeinanderfolgenden Schumacher-Wirte übte jenen Beruf eben auch tatsächlich aus.

Als das Kappeseng von der Familie 2003 für die zukünftige Verpachtung renoviert wurde, legte man größten Wert auf Wahrung der Tradition. Grüne Kacheln, dunkelbraun lackierte Dielen und eigenhändig gefertigte, holzgerahmte Stickereien mit romantischen Motiven bilden ein stimmiges historisches Ensemble. Und seit eben jenem Jahr steht auch der Name über der Tür, der ohnehin schon vor anderthalb Jahrhunderten gebräuchlich war: »Am Kappeseng«.  (Foto: Bilderbuch Köln / www.bilderbuch-koeln.de)

Adresse Aachener Straße 1332 | Tel. 0221 / 200 42 58 | Öffnungszeiten Mo - Sa 12 - 14 und 17 - 24 Uhr | ÖPNV Bahn 1; Haltestelle Weiden/Schulstraße | Sonstiges gutbürgerliche Küche, Außengastronomie


Die Serie auf koeln.de: 111 Kölner Kneipen, die man kennen muss

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Kneipen, die man kennen muss" von Bernd Imgrund (Text) und Thilo Schmülgen (Fotos), erschienen im Verlag Emons. Dieses Buch jetzt kaufen.

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