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111 Kölner Kneipen

Die Schreckenskammer - Scheuersand und Knochensammlung

In der Schreckenskammer muss man sich nicht gruseln, es weht einem allerdings viel Geschichte um die Nase: Erstmals erwähnt wird das Gebäude in einer Urkunde von 1442, seit 1933 ist das Brauhaus in Familienbesitz.

Zur Herkunft des ungewöhnlichen Namens existieren mehrere Theorien. Die beiden ersten hängen damit zusammen, dass die Schreckenskammer ursprünglich in der Johannisstraße 42 lag. Hier also hätten zum Tode Verurteilte auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte Weckschnapp ihre letzte Mahlzeit erhalten. Wie auf dem Teller nur Knochen zurückblieben, so würde es auch ganz bald jenen armen Menschen gehen.

Weil aber gegenüber dem Brauhaus seinerzeit die Lehranstalt der Fränkisch-Märkischen Eisenbahn lag, könnte es auch so gewesen sein: Die Anstalt war zu klein, anstehende Prüfungen mussten im Brauhaus stattfinden, das so zu einem Ort des Schreckens für alle Probanden wurde. Definitiv falsch ist jedenfalls die eigentlich naheliegende Vermutung, der Name erinnere an die gegenüberliegende Knochenkammer von St. Ursula.

Erstmals 1442 erwähnt

In der Schreckenskammer weht Geschichte, so viel dürfte klar sein. Erstmals erwähnt wird das Gebäude in einer Urkunde von 1442. Fünfundvierzig Jahre später führt es eine zeitgenössische Steuerliste bereits als Brauhaus. In den folgenden Jahrhunderten firmierte es zunächst unter dem Namen »Zum Mailaen« (laut Homepage des Hauses eine Falkenart), um dann ab den 1650er Jahren lange »Zum Marienbildchen« zu heißen.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Kneipen, die man kennen muss" von Bernd Imgrund und Thilo Schmülgen (Fotos).
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Schon seit November 1933 ist die Restauration mit angeschlossener Brauerei im Besitz der Familie Wirtz. Ein Neubau von 1912 fiel 1943 den Bomben zum Opfer. Cornelius und seine Frau Maria feierten im Sommer 1960 die Wiedereröffnung, das Lokal wurde von Neuem zum Nachbarschaftszentrum.

Ganz traditionell - scheuern mit Sand

Wenn die Zapfhähne hier – stets recht zeitig – schließen, wird der alte Dielenboden gepflegt. Früher war er mit Sägemehl bedeckt, das ist jedoch aus Brandschutzgründen inzwischen verboten. Deshalb hat man sich in der Schreckenskammer auf Sand verlegt. Auch dieses Material bindet Dreck und Feuchtigkeit gleichermaßen und lässt sich zudem bequem zusammenkehren.

Mehr zur Schreckenskammer im koeln.de-Gastroführer

Adresse: Ursulagartenstraße 11; Tel. 0221/13 25 81; Öffnungszeiten Mo–Sa 11–13.45 u. 16.30–22.30 Uhr; ÖPNV Bahn 5, 16, 18, Haltestelle Dom/Hbf; Bahn 12, 15, Haltestelle Hansaring; Sonstiges: Brauhausküche, Außengastronomie

Die Serie auf koeln.de: 111 Kölner Kneipen, die man kennen muss

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Kneipen, die man kennen muss" von Bernd Imgrund (Text) und Thilo Schmülgen (Fotos), erschienen im Verlag Emons. Dieses Buch jetzt kaufen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

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