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Gesundheitstipp der Woche

"Schweinegrippe": Tipps für einen sinnvollen Schutz

Von Apothekerin Jutta Doebel

Noch immer steigt die Zahl der Toten und Erkrankungen durch die Schweinegrippe. Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass der Verlauf der Erkrankung wesentlich milder ist als zunächst erwartet.„Wer ist besonders gefährdet“? „Wie erkenne ich, ob ich die Schweinegrippe habe?“ „Gibt es Möglichkeiten, mich vor dieser gefährlichen Erkrankung zu schützen?“ Wir geben Ihnen Antworten auf diese Fragen!

Mehr als 5000 Infektionen gibt es weltweit und die Zahl wird nach Ansicht von Experten noch weiter steigen. Die meisten Grippeerkrankungen werden aus Mexiko und den USA gemeldet. Aber auch in Europa gibt es immer mehr Menschen, die unter diesem Grippevirus zu leiden haben. Für Deutschland wird zwar eine gewisse Stabilisierung gesehen, aber eine Entwarnung gibt es noch nicht.

In Mexiko, den USA und Europa wurden Menschen mit einem völlig neuen Influenza A Virus vom Subtyp H1N1 infiziert. Obwohl Schweinegrippevirus genannt, wurde der Erreger noch nie bei Schweinen festgestellt und überträgt sich von Mensch zu Mensch. Das neue Influenza A/H1N1 enthält Erbinformationen von Influenzaviren des Typs A vom Schwein, vom Menschen und auch von Vögeln. Bereits seit längerem ist bekannt, dass Schweine als „Mischgefäß“ verschiedener Influenzaviren fungieren können.

Die Entstehung solcher neuartiger Grippevirusstämme kann laut Bundesinstitut für Risikobewertung in Regionen auftreten, in denen Menschen und Tiere auf sehr engem Raum unter hygienisch unzureichenden Bedingungen zusammenleben. Allein durch den Verzehr  von Schweinefleisch kann das Virus nicht übertragen werden. Zusätzlich weisen die Gesundheitsbehörden darauf hin, dass ein ausreichendes Erhitzen von Schweinefleisch das Influenza-Virus sicher abtötet.

Besonders gefährdet für eine Ansteckung sind:

  • alte Menschen
  • Menschen, die an einer Immunschwäche leiden,
  • Menschen, die unter chronischen Erkrankungen leiden
  • Menschen, die Kontakt zu erkrankten Menschen hatten, die kürzlich aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind oder
  • die selbst in einem Risikogebiet waren.

Die Symptome der Schweinegrippe sind ähnlich wie die der ganz normalen „Wintergrippe“: Hohes Fieber, Gliederschmerzen, Husten, schweres Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Durchfall.

So können Sie einer Erkrankung vorbeugen
Grippeviren werden vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die richtige Hygiene ist deshalb das A & O, um sich vor Ansteckung zu schützen.

  • Hände waschen und vom Gesicht fernhalten

Das Berühren der Viren mit den Händen ist der häufigste Übertragungsweg. Waschen Sie deshalb regelmäßig Ihre Hände, besonders vor der Zubereitung von Mahlzeiten, nach dem Toilettengang und stets wenn Sie wieder nachhause kommen. Die Hände unter fließendes Wasser halten, anschließend Seife 20 bis 30 Sekunden auch zwischen den Fingern verreiben, dann sorgfältig abspülen und abtrocknen – in öffentlichen Einrichtungen wenn vorhanden mit einem Papiertuch. Es sollte ein zugelassenes Desinfektionsmittel mit einer nachgewiesenen Wirksamkeit und unbedingt dem Wirkungsspektrum ‚begrenzt viruzid“ verwendet werden.

  • Hygienisch husten

Das bedeutet, beim Husten nicht die Hände, sondern den Ärmel vor den Mund halten. Dann bleiben die Hände „sauber“. Verwenden Sie zum Nase putzen Einmaltaschentücher, die Sie nach jedem Putzen entsorgen. Waschen Sie sich danach direkt die Hände.

  • Bei Grippe zuhause bleiben

Ruhen Sie sich zuhause aus! So werden Sie nicht nur schneller gesund, sondern Sie schützen Kollegen und Patienten vor Ansteckung. Schützen Sie Ihre Familie, indem Sie engen Kontakt für einige Tage meiden. Halten Sie Abstand, küssen, kuscheln und umarmen ist jetzt tabu.

  • Nehmen Sie die ersten Anzeichen der Grippe ernst

Typisch für Grippe ist hohes Fieber, starke Gliederschmerzen, schweres Krankheitsgefühl, Hausten, Halsschmerzen, Durchfall. Suchen Sie einen Arzt auf und teilen Sie vorher telefonisch Ihren Verdacht auf die Schweingrippe mit. Erwähnen Sie ausdrücklich, wenn  Sie in einem Risikogebiet waren. Von einer Bevorratung mit Arzneimitteln raten die Experten ab.

Mein spezieller Apotheken-Tipp:
Zugelassene Desinfektionsmittel aus der Apotheke

In den „Empfehlungen des Robert Koch-Institutes für Hygienemaßnahmen bei Patienten mit Verdacht auf bzw. nachgewiesener Influenza“ wird der Einsatz von „Desinfektionsmitteln mit nachgewiesener Wirksamkeit für das Wirkungsspektrum ‚begrenzt viruzid’“ gefordert.

Falls Sie sich unsicher fühlen, können Sie Ihre Hände, z.B. nach einem Stadtbummel, gründlich mit diesen zugelassenen Desinfektionsmitteln wie z.B. Sterillium Virugard desinfizieren. Für die Desinfektion von Flächen bietet sich z.B. das spezielle Desinfektionsmittel Bacillol plus an. Wichtig ist hierbei, die Hände komplett zu befeuchten und die Flüssigkeit lange genug einwirken zu lassen.

Das Bundesministerium für Gesundheit bietet eine kostenlose Nummer an, unter der sich Bürgerinnen und Bürger zur Schweinegrippe informieren können. Die Nummer der Bürger-Hotline ist unter 08004400550

  • Montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr
  • Freitags von 8 bis 12 Uhr
  • Am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 16 Uhr zu erreichen.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.bode-chemie.de und www.rki.de

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