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Ein Jahr Köln (44) - 6. November 2013

Köln - Buenos Aires, einmal Tango und zurück

Von

Ein Jahr Köln mit Edgar Franzmann - Do liss de an der Ääd
Nach 44 Jahren als Journalist und Autor geht koeln.de-Chefredakteur Edgar Franzmann Anfang Dezember 2013 in Rente, Anlass für die Kolumne „Do liss de an der Ääd!". Ein Jahr lang, immer mittwochs, erzählt Franzmann über „sein“ umwerfendes Köln. Lesen Sie heute die 44. Folge.

*

In den Herbstferien war ich in Buenos Aires, der Geburtsstadt des Tango argentino. Dort ist Frühling bei angenehmen 20 bis 25 Grad. Das U-Bahn-Ticket kostet umgerechnet 25 Cent, die Busfahrt sogar nur 18 Cent.

Busse fahren immer und überall, nur Haltestellebn scheint es keine zu geben. Die bestehen oft nur aus kleinen Aufklebern an Laternen mit den Nummern der Buslinien. Und wenn der Aufkleber weg ist, dann ist da trotzdem noch eine Haltestelle. Der Gast wundert sich, aber die Porteños, wie sich die Einwohner von Buenos Aires nennen, helfen einem garantiert weiter. Freundliche Menschen. Gracias!

Zahlen kann man in Bus und U-Bahn auch mit einer elektronischebn Karte, der sogenannten SUBE card. Die bekommt man allerdings nur in einem Postamt. Beim ersten Postamt war sie gerade ausverkauft, im zweiten war sie dann vorrätig, allerdings bekam man sie nur gegen Vorlage des Passes ausgehändigt. Keine Ahnung, warum das so kompliziert sein muss.

Genial einfach dagegen ist das System der Straßen und Hausnummern in Buenos Aires. Jeder Häuserblock (Cuadro) in der City ist ziemlich genau 100 Meter lang und hat 100 reservierte Hausnummern. Jeder neue Block beginnt mit einer neuen Hunderterzahl. Hausnummer 413 bedeutet dann etwa, dass dieses Haus 13 Meter vom Beginn des Häuserblocks 400 bis 500 entfernt ist. An jeder Straßenecke sind Schilder mit Straßennamen und Nummernblock, da findet man sich optimal zurecht.

Lebensgefährlich sind die Bürgersteige in der argentinischen Hauptstadt. Loch an Loch, mal provisoriscvh mit Holzplatten überdeckt, mal nicht. Wer da nicht aufpasst, hat verloren. Es sei denn, er ist Chirurg und spezialisiert auf Beinbrüche.

Der Argentinier liebt Tango. Der Tanz ist bereits Weltkulturerbe, was der Karneval erst noch werden will. Und der Argentinier liebt Fußball. Im Fernsehen wird alles übertragen, auch die Bundesliga, sogar Spiele wie Bremen gegen Hannover.

Der Großraum Buenos Aires stellt 13 der argentinischen Erstligavereine. Als Kölner wäre man mit einem erstklassigen Verein schon sehr zufrieden. Und während man in der Ferne weilt, geht zu Hause das Wunder weiter: Der FC ist immer noch ungeschlagen, baut die Führung an der Tabellenspitze sogar aus, Aufstiegsträume sind erlaubt.

Auf dem Hinflug saß neben mir ein Mann, der für Argentiniens Fußballgott Lionel Messi ein Buchprojekt zur kommenden Weltmeisterschaft in Brasilien vorbereitet. Er empfahl mir ein Restaurant, "La Brigada", der Eigentümer sei fußballverrückt, aber da gebe es die besten Steaks.

Die Gaststätte ist dekoriert mit hunderten Trikots, Schals und Fußball-Wimpeln aus aller Welt. Bayern, Dortmund. Klar. Sogar Wolfsburg. "Was ist mit dem 1. FC Köln?", habe ich den Kellner gefragt. "Ah, Koln, kenne ich. Mondragon." Wenigstens unser kolumbianischer Ex-Torwart war hier bekannt. Trotzdem: Beim nächsten Besuch nehme ich einen FC-Schal mit.

Tangomäßig ist Köln schon in der ersten Liga. Wer will, kann hier mehr oder weniger jeden Tag nach den südamerikanischen Klängen tanzen. Einen Überblick über die hiesige Tango-Szene finden Sie auf tango-koeln.de.

Wenn ein Kölner nach Hause kommt, ist der erste Blick: Steht der Dom noch? Ja, steht noch. Trotzdem war ich beunruhigt. Irgendetwas war anders. Da hatten Trümmerspechte zugeschlagen. Die werden doch nicht? Nein, nicht die Kathedrale wurde demontiert, sondern die schäbig gewordenen Betonpilze. Schön, dass der Blick auf den Dom wieder etwas freier geworden ist.

In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal.

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