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Ein Jahr Köln (45) - 13. November 2013

Braucht Köln eine neue Sporthalle?

Von

Ein Jahr Köln mit Edgar Franzmann - Do liss de an der Ääd
Nach 44 Jahren als Journalist und Autor geht koeln.de-Chefredakteur Edgar Franzmann Anfang Dezember 2013 in Rente, Anlass für die Kolumne „Do liss de an der Ääd!". Ein Jahr lang, immer mittwochs, erzählt Franzmann über „sein“ umwerfendes Köln. Lesen Sie heute die 45. Folge.

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So, langsam wird's ernst. In drei Wochen ist tatsächlich Schluss mit meiner Berufstätigkeit als Leiter Content bei NetCologne und Chefredakteur koeln.de. Der Rentenbescheid ist da, die Summe, die ausgezahlt werden soll, entspricht dem, was nach den letzten Renteninformationen zu erwarten war.

Nicht erwartet hatte ich die Form des sogenannrten Rentnerausweises. Der besteht nämlich aus nicht mehr als einem Ausdruck auf Papier, zum Selberausschneiden.

Nach einem langen Arbeitsleben gibt es nicht einmal ein Stück Plastik in Scheckkartenformat, das man im Portemonnaie aufbewahren könnte.

Meine Liebste hat das Stück Papier kopiert, säuberlich ausgeschnitten und in Folie geklebt, sodass es nicht beim ersten Gebrauch auseinanderfleddert.

Die Verhandler von CDU/CSU und SPD beraten ja auch über eine Rentenreform. Mein Vorschlag: Nehmt den Rentenausweis mit ins Reformpaket. Der kostet nicht viel, aber er wäre ein Signal, dass man die Lebensleistung der Rentner ein ganz klein wenig honoriert.

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"Wie fühlt sich das an, in Rente zu gehen?", werde ich zur Zeit oft gefragt. Meine ehrliche Antwort: "Es ist o.k."

Ich hatte das Glück, dass mir mein Beruf bis zuletzt großen Spaß gemacht hat. Ich bin NetCologne und allen Kolleginnen und Kollegen dankbar dafür, dass ich bis zur Altersgrenze verantwortlich und ungemobbt arbeiten durfte.

Jetzt, nach 44 Jahren Berufstätigkeit, ist es aber auch ganz in Ordnung, dass es zu Ende geht. Es fühlt sich "richtig" an. 

Und, wie singt man in Köln: Niemals geht man so ganz. Wenn man meinen Rat möchte, die Kollegen wissen, wie sie mich erreichen können ...

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koeln.de wird im Auftrag der Stadt von NetCologne betrieben. Damit die Stadt und die Stadtgesellschaft ihre Wünsche und Erwartungen einbringen können, gibt es den sogenannten "koeln.de-Beirat". In ihm sitzen Vertreter der vier großen Ratsparteien, Abgesandte von IHK, Handwerkskammer, Einzelhandelsverband und Hotel - und Gaststättenverband. Außerdem gibt es Vertreter aus Sport und Kultur. Hinzu kommen Vertreter der Stadtverwaltung und von NetCologne.

In den letzten 13 Jahren hat der koeln.de-Beirat insgesamt 41mal getagt. Erste Vorsitzende war Petra Grah (CDU), die so früh verstorben ist. Aktueller Vorsitzender ist Walter Schulz (SPD), der "große" Bruder des EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz.

Gestern war die letzte Beirats-Sitzung meiner Dienstzeit.

Vielen Dank an alle, die koeln.de unterstützt haben und weiter unterstützen.

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Was ich mir denn für die Zukunft Kölns noch wünschen würde, werde ich ebenfalls oft gefragt. In den letzten drei meiner Kolumnen werde ich Antwort geben.

Heute: Ja, ich wünsche mir für Köln eine "Sporthalle" zurück.

Die Idee eines Neubaus in Müngersdorf tauchte in den letzten Wochen auf. Ich bin zwar skeptisch, was die dauerhafte Nutzung durch einen Basketballverein angeht, der derzeit in der fünften Liga spielt, darauf alleine sollte man die neue Sporthalle nicht bauen. Ich verstehe auch die Bedenken der Arena-Verantwortlichen in Deutz, die neue Konkurrenz fürchten.

Es fragt sich auch, ob die Stadt selbst die Sporthalle betreiben muss. Es gibt andere Pläne, auf dem Areal der "Expo XXI" am Gladbacher Wall eine neue Event-Halle zu bauen. 

Ich wäre dafür, alle Alternativen sorgfältig aber konstruktiv zu prüfen.

Denn: In Köln fehlt tatsächlich eine Halle in der Größenordnung von 6000 bis 8000 Plätzen. Es gibt eine Reihe von Konzerten, die in so einer Halle gespielt werden könnten und die jetzt an unserer Stadt vorbeigehen. 

Und eine "lachende Sporthalle" neben der "lachenden Arena" kann ich mir gut vorstellen. Wir haben ja am Elften im Elften gerade erlebt, dass neben der traditionellen Sessionseröffnung auf dem Heumarkt auch noch am Tanzbrunnen groß gefeiert werden könnte.

Beim Thema "Sporthalle" kommen natürlich großartige Erinnerungen hoch. Eins von sechsundzwanzig BAP-Konzerten, das endlos lange dauerte. Am Ende saß Wolfgang Niedecken alleine mit seiner Gitarre an der Rampe und spielte weiter, als sei es ein Wohnzimmerkonzert.

Ich erinnere mich an einen Solo-Auftritt von "Rolling Stone" Keith Richards, den ich auch Backstage besuchen durfte und dessen Gesicht Falten tief wie der Grand Canyon durchzogen.

Sport darf in der Sporthalle natürlich auch sein, warum nicht Boxen wie in der guten alten Zeit von Müllers Aap?

Und vielleicht kann ja auch eine neue Sporthalle Geschichte schreiben wie die alte beim legendären Auftritt von Wolf Biermann am 13. November 1976, also auf den Tag genau heute vor 37 Jahren, der ihm seine Ausbürgerung aus der DDR einbrachte. 

In diesem Sinne, bis nächste Woche.

 

 

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