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Wo die Kölnerinnen ihre Kinder bekommen

Der Kunibertspütz

Man kann ihn nicht betreten, diesen Raum, denn ein Pütz ist ein Brunnen. In alten Zeiten jedoch, so will es die Legende, stieg man hier tatsächlich hinab. Dort unten nämlich, in 17 Metern Tiefe, spielte die Muttergottes mit den Seelen der ungeborenen Kölner Kinder.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Während im restlichen Deutschland die Säuglinge auf dem Luftweg mit dem Storch ins Haus kommen,  stammt der kölsche Nachwuchs also aus dem Untergrund. Ein altkölsches Lied sagt es so: »Us däm ahle Kunebäätspötzge / kumme mer all ohn Hemp un Bötzge. / Jo dä Storch,  dä hat uns heimjebraat / un bei der Mamm en et Bett jelaat.« Nicht düster und feucht soll es dort gewesen sein,  sondern hell und frisch,  ein paradiesischer Garten habe dort gelegen.

Um die Geschichte noch realistischer zu machen,  führte man Verletzungen von Müttern oder Hebammen auf den beschwerlichen Abstieg durch den Brunnenschacht zurück. Selbst unfruchtbare Frauen sollten mithilfe des heiligen Wassers ihr rosarotes Wunder erleben: Ein Becher Brunnenelixier,  genossen in einer Vollmond- nacht,  und die baldige Schwangerschaft stand in Aussicht.

Zu finden ist der sagenumwobene Born heute in der Krypta von St. Kunibert,  jüngste aller romanischen Kirchen der Stadt. Direkt darüber,  im Chorraum vor dem Hochaltar,  bedeckt seit 1955 eine Schieferplatte von Elmar Hillebrand die virtuelle Verlängerung der Öffnung.

Darauf dargestellt ist ein Kindersegen. Historiker gehen davon aus,  dass die Legende um die fruchtbarkeitsspendende Quelle älter ist als die Geschichte der St.-Kuniberts-Kirche. Ja,  wahr- scheinlich wurde ihr dem heiligen Clemens gewidmeter Vorgängerbau genau deswegen über dem Brunnen errichtet.

Schließlich gilt Clemens (ca. 50–100 n. Chr.) als Schutzpatron der Seeleute und gegen Wassergefahren. Kunibert hingegen wurde gegen Ende des 6. Jahrhunderts an der oberen Mosel geboren und entstammte dem dortigen Adel. Nach seiner Ernennung zum Kölner Erzbischof 623 soll ihn eine Taube zum Grab der heiligen Ursula geführt haben.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

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