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Austellung im MAKK

Der Mann, der der Kaffeekanne das Lachen beibrachte

Die „Lachende Kaffeekanne“ von Peter Behrens war das Markenzeichen der Lebensmittelkette „Kaiser’s“. Foto: Jürgen Schön

„Dem deutschen Volke“ – diesen Schriftzug über dem Eingang zum Bundestagsgebäude in Berlin kennt wohl jeder. Der Schrifttyp stammt aus dem Atelier von Peter Behrens. Eine Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst erinnert jetzt an den „Alleskönner“, der dem modernen Design den Weg bereitete.

Ebenso bekannt dürfte vielen noch die „Lachende Kaffeekanne“ sein, das Markenzeichen der 2017 an Rewe verkauften Kaiser’s-Supermarktkette. Behrens (1868-1940) aktualisierte es 1914 und schuf dazu gleich noch das passende Kaffee-Service. Was heißt „Corporate Design“ heißt – für ihn war es schon um 1900 Arbeitsgebiet. Sei es für den Insel-Verlag oder die Produkte und das Erscheinungsbild von AEG.

Er entwarf Heizöfen und Buchtitel, Möbel und Klaviere. Für das Berliner Luxuskaufhaus Wertheim entwarf er ein „Musterzimmer“ – alles, was dort präsentiert wurde, hatte er entworfen und konnte nun auf Bestellung produziert und geliefert werden: Besteck, Gläser, Kerzenleuchter, Porzellan und Steingut, Tischdecken. Im Depot fand das Kölner Museum noch eine Tischdecke, die 1904 gekauft und seitdem nicht ausgepackt wurde.

Vorläufer des Bauhaus 

Ein Anlass für diese Ausstellung ist Behrens 150. Geburtstag in diesem Jahr. In einer Kooperation mit dem Krefelder Kunstmuseum und dem LVR-Industriemuseum Oberhausen wird das Jubiläum gefeiert. In Krefeld konzentriert man sich ab Mai auf das grafische Werk, in Oberhausen ab Ende April auf die Architektur. In Köln beschränkt man sich auf die Jahre 1894 bis 1914 – die Zeit, in der Behrens vom ornamentalen Jugendstil zum einem klaren, geometrischen Stil mit Quadraten und Kreisen fand, der heute als Vorläufer des Bauhaus gilt.

Verbindungen zu Köln 

221 Exponate zeigen das breite Schaffen Behrens, darunter auch Bühnenbilder, ein Reformkleid, Briefe, Plakate, Gemälde, Klaviere. 55 davon kommen aus der eigenen Sammlung. Sie zeigen die Verbindung des Multitalents zu Köln. Da ist nicht nur der frühe Werbezettels eines Vertreters für Wäsche und Aussteuer, der den Bereich Köln und Much beackerte. Die Rheinische Glashütten AG in Ehrenfeld produzierte viele seiner Gläser-Sets. Nicht umgesetzt wurde 1911 sein Entwurf für die spätere Deutzer Brücke. Von seiner Hand stammt das bekannte Plakate mit dem fackeltragenden Reiter für die Werkbundausstellung 1914. Und schon 1906 entwarf er für eine Kunstausstellung in der Flora die „Tonhalle“, in der Konzerte stattfanden. Der Entwurf dazu wurde im eingestürzten Stadtarchiv aufbewahrt und erst kurz vor dieser Ausstellung wieder restauriert. (js)

„#alleskönner. Peter Behrens zum 150. Geburtstag“ – bis 1. Juli 2018. Museum für Angewandte Kunst, An der Rechtschule, 50667 Köln. Während andere Abteilungen des Museums wegen Sanierungen zeitweise geschlossen werden, bleibt die Sonderausstellung geöffnet: Di-So 11-18 Uhr, erster Donnerstag im Monat bis 22 Uhr (außer Feiertage), 5/2,50 Euro. Zur Ausstellung erscheinen zum Preis von je 3,50 Euro thematische Broschüren. Mehr Informationen und umfangreiches Begleitprogramm: www.makk.de 

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