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koeln.de

Mit Dom-Blick

Begehbare XXL-Kamera auf Roncalliplatz

Es ist ein dunkles Ungetüm, das den Kölner Dom ins Auge nimmt: Eine überdimensionale "Black Box" - tonnenschwer, fast 14 Meter lang. Des Rätsels Lösung: Es handelt sich um eine begehbare "Camera obscura" des Künstlers Martin Streit. Seit August steht sie auf dem Roncalliplatz.

Zwei Seecontainer übereinandergestapelt, innen ein abgedunkelter Raum, in den durch ein kleines Loch Licht dringt - fertig ist Kölns größte Kamera. Pünktlich zur Photokina hat der Künstler Martin Streit seine riesige Lichtkammer dem Dom zu Füßen gelegt - mitten auf dem Roncalliplatz, als begehbare "Camera obscura".

Damit will er den Blick auf das Südportal des Kölner Doms auf "den Kopf stellen", und das läuft so: Im Inneren der Konstruktion fängt eine raumhohe Leinwand den Lichtstrahl auf, der in die Kammer fällt. Auf dieser ist dann die Ansicht des Südportals abgebildet - allerdings auf dem Kopf und spiegelverkehrt. Je nach Lichtintensität erscheint der Dom dann den Betrachtern in der Kammer zum Greifen nah oder fern wie eine unwirkliche Erscheinung.

Jetzt durchklicken - So knipst eine (kleine) "Camera obscura":

Doch was bezweckt der Künstler mit dieser "Großformat-Kamera"? Streit kommt eigentlich aus der Malerei, will mit seiner Camera obscura einen Wahrnehmungsraum schaffen, in den permanent ein Livebild von außen dringt - Licht, das auf der Leinwand malt. "Die Leute glauben, das Südportal des Doms zu kennen", erzählt der Künstler gegenüber koeln.de, "aber wenn sie in der Kammer sind, ist es ein völlig neuartiger Eindruck, weil die Dreidimensionalität gewichen ist und sich die Bilderfahrung nur über einen Zeitraum intensiven Betrachtens hinweg vollends erschließt."

In Zeiten eines immer kurzlebigeren Medienzirkus' will Streit damit ein Zeichen setzen gegen die schnell konsumierbare Bilderflut. Der Betrachter muss sich die Muße nehmen, sich auf einen Sehprozess einlassen. "Dann erscheint ihm der Dom mit der Zeit immer schöner, immer heller, immer klarer, immer leuchtender", so Streit. Seine riesige "Black-Box" soll vom 30. August bis zum 28. September vor dem Südportal des Kölner Doms als spiritueller Ort der Konzentration und Sinnlichkeit aufwarten. (Fotos: Martin Streit)

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