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Studie mit Testphase

Cannabis soll bald in Kölner Apotheken erhältlich sein

In der Kölner Innenstadt soll der freie Verkauf von Cannabis getestet werden. Die Bezirksvertretung Innenstadt hat für eine kontrollierte Abgabe von Hanf in Apotheken gestimmt.

Konkret beschloss die Mehrheit der Stadtteilpolitiker die Teilnahme an einer Studie des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), mit der ein kontrollierter Erwerb von Cannabis erprobt werden soll. Dabei setzten sich die Parteien Grüne, FDP, Linke, Deine Freunde und die Ratsgruppe Gut mit ihrem Votum gegen die Stimmen von SPD und CDU durch.

Lizenzierte Abgabestellen in Apotheken

Für die wissenschaftliche Untersuchung sollen lizenzierte Abgabestellen in Apotheken in der Kölner Innenstadt errichtet werden, in denen Hanf legal erhältlich sein soll.

Die Verwaltung der Stadt Köln wird durch die Bezirksvertretung Innenstadt nun beauftragt, eine gesetzliche Ausnahmegenehmigung zum Zwecke der Studie zu erlassen. Um eine Strategie für die kontrollierte Abgabe von Cannabis zu entwickeln, soll außerdem ein "Runder Tisch" (Arbeitsgruppe "AG-Cannabis") bestehend aus Mitgliedern der Suchthilfeträgern, Drogenexperten, der Polizei und Fachpolitikern einberufen werden.

Dem illegalen Handel entgegenwirken

Ziel der Teilnahme an der Studie ist es, den Erwerb von Hanf in Köln zu regulieren und dem illegalen Handel die Grundlage zu entziehen. "Von einer Legalisierung würden auch Polizei und Justiz profitieren", heißt es in der Antragstellung. Bisher würden sich Strafverfolgungsbehörden und Gerichte mit einer Unzahl von Verfahren herumschlagen, die zum ganz überwiegenden Teil wegen Geringfügigkeit wieder eingestellt werden müssten. Außerdem könnten die Steuereinnahmen für eine verbesserte Drogenprävention genutzt werden.

Die Stadt Köln könne sich ein Beispiel an den USA nehmen, heißt es weiter, wo zum Teil eine deutlich liberalere Drogenpolitik umgesetzt wird. So darf seit dem 1. Januar im US-Bundesstaat Kalifornien Cannabis in lizenzierten Läden an Personen verkauft werden, die älter als 21 Jahre sind. In den Niederlanden soll die Zahl der Konsumenten nach der Entkriminialisierung von Hanf (in den 70ern) gesunken sein. (Foto: imago/photothek)

 

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