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Fotobuch

Als Köln aus Trümmern neu entstand

Nach Köln kam er eher durch Zufall. Aber dann wurde Heinz Held (1918-1990) zu einem der wichtigsten Dokumentaristen dieser Stadt. Auf über 30.000 Fotos hielt er das Leben in Köln fest, vor allem das in Wirtschaftswunderzeiten. Jetzt ist ein opulenter Bildband mit einer Auswahl von 200 Aufnahmen erschienen.

„Ich habe Heinz Held zuerst nicht richtig wahrgenommen“, gesteht Werner Schäfke. Der ehemalige Direktor des Kölnischen Stadtmuseums ist Herausgeber des Fotobuches „Heinz Held: Köln in Wirtschaftswunderzeiten“. Zusammen mit Joachim Born, Helds Freund und Mitarbeiter, hat er 200 Fotos aus dem Nachlass Heinz Helds herausgesucht, den dieser dem Museum Ludwig vermacht hat. Bilder, die von 1946 bis in die 70er Jahre hinein entstanden. „Held hatte den Blick des Straßenfotografen für den entscheidenden Augenblick“, schwärmt Schäfke heute. Sozusagen gezielte Schnappschüsse.

  

Es ist der Blick für den unbeobachteten Moment, für die kleine menschliche Geschichte, die angedeutet wird – und die sich der Betrachter weiterdenken muss. Mit wem hat die Frau in der Telefonzelle gerade telefoniert? Was denken die beiden Kutscher auf dem Sester- Bierwagen, wenn sie auf die Schrottautos auf dem Laster neben ihnen gucken? Wo sind die Kohlenhändler geblieben? Welches Vergnügen konnte doch der Ritt auf einem Karussellpferd bieten? Was zieht die Aufmerksamkeit des Mädchens im Kinderwagen auf sich? Und was dachten die ersten „Gastarbeiter“ wohl über die Stadt, in der viele länger blieben als ursprünglich geplant?

Held fotografierte auch Trümmerlandschaften, Häuser, Straßenfluchten, Verkehrssituationen – Dokumente für die Veränderungen im Stadtbild. Auch den exotischen Blick mit dem Fischauge wagte er. Doch zentrales Thema für ihn waren die einfachen Menschen in Köln: Auf der Straße, in der Freizeit, die spielenden Kinder, die Nachwehen des Karnevals, das geschäftige Treiben auf der Schildergasse. Die Fotos sind schwarzweiß – doch das Leben auf ihnen ist bunt. Man spürt die Spannungen der Zeit: die Aufbruchsstimmung, den aufkommenden Wohlstand – und die Unsicherheit, die am Ende dieser Epoche zum Beispiel Volksaufklärer Oswald Kolle über die Illustrierten in die Gesellschaft brachte. (js)

„Heinz Held: Köln in Wirtschaftswunderzeiten“ – herausgegeben von Werner Schäfke, Emons Verlag, Köln 2011, 312 Seiten, 49 Seiten

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