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koeln.de

Alte Brennerei in Widdersdorf

111 Orte: Korn und Kölsch auf dem Dorf

Über ein Jahr lang hat koeln.de in jeder Woche einen "Kölner Ort, den man gesehen haben muss" aus dem gleichnamigen Buch von Bernd Imgrund präsentiert. Ab sofort startet die Serie neu durch - mit den Orten aus Band 2 von "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss".


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Ein wichtiger Name in Widdersdorf ist der der Familie Sester. Auf dem Dorffriedhof  begraben  liegt  ein Herr Anton  Sester  (1850–1886),  ehemals Besitzer  einer  landwirtschaftlichen Kornbrennerei. Antons Eltern,  auch  das  belegen  die Annalen,  führten  eine Widdersdorfer Wirtschaft. Und aus dieser Familie ging bald jener Hermann Sester hervor, der hier 1902 die Sester-Brauerei gründete. Die noch heute vorhandenen Brauereigebäude  stammen aus dem Jahr 1904, wie eine Inschrift auf dem hohen Schornstein ausweist.

Der  mit  gelblich  hellen  Backsteinen  vom  rotbraunen  Ensemble abgesetzte Turm diente  jedoch  lediglich bis 1917 der Bierherstellung. Sester wanderte nach Ehrenfeld ab, und an der Hauptstraße wurde fortan der »Widdersdorfer Korn« gebrannt. Die Geschichte des Destillats endete erst 1994, und vier Jahre später begann man damit, die Brennerei  in Wohnraum umzuwandeln.

Dank behutsamer Vorgehensweise ist das Baudenkmal samt Schornstein, viergeschossigem Kesselhaus und weiteren Bauten dabei weitestgehend
erhalten geblieben.

Historische Kulissen bieten sich dem Auge auch in den angrenzenden Straßen, der Blau- und der Turmgasse. Hier sowie rund um die Kirche herum zeigt das durch zahlreiche Reihenhaussiedlungen enorm gewachsene Widdersdorf sein altes, dörfiches Gesicht. Unter der lauschigen Adresse »An den Kastanien« gelangt man zum ebenfalls gut erhaltenen Mertenshof, der im Mittelalter zum Kölner Dominikanerinnenkloster St. Gertrud gehörte. Die Pächter solcher Höfe genossen im Dorf hohes Ansehen.

Auf einen Ort mit viel historischer Patina stößt schließlich, wer von der Hauptstraße aus der Neuen Sandkaul bis zum Weg Auf der Aspel folgt. An der Ecke dieser beiden Straßen nämlich steht ein von kreisrund angepfanzten Bäumen geschütztes Kreuz. Es segnet den berühmten Jakobsweg, der von Köln aus über Widdersdorf weiter nach Aachen verläuft.

111 Kölner Orte, die man gesehn haben muss - das Beste aus Band 1 und 2

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss - Band 2" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

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