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Kran hebt 30 Tonnen

111 Orte: Im Rheinauhafen "protzt" der "Dicke Herkules"

In Köln gibt es nicht nur den "Decken Pitter", sondern auch einen "Dicken Herkules": Der schwere Verladekran mit einer Hebelast von 30.000 Kilogramm erinnert Kölner bis heute an den Aufbau der Agrippinawerft in der Südstadt. Da das Hafendenkmal nur von außen zu besichtigen ist,  lässt sich sein Besuch wunderbar mit einem Spaziergang am Rheinauhafen verbinden.

Bänke, Bäumchen, Binnenschiffe – das Kap am Südkai ist heutzutage ein Idyll für Spaziergänger. Früher begannen hier die Aufbauten der Agrippinawerft, der Kölner Docks in der Südstadt. Entlang dem Ufer erinnern noch einige Verladekräne an diese vergangene Zeit, deren ältester der Dicke Herkules genannt wird.

Gebaut wurde dieses Hafendenkmal 1897 von der Firma Stuckenholz aus Wetter an der Ruhr. Ein Jahr später feierte Köln die Eröffnung des Rheinauhafens, dessen Anlage durch den von der Dampfschifffahrt und den Eisenbahnen ausgelösten Handelsboom nötig geworden war. In seinen ersten Jahren bedurfte es zur Inbetriebname des Dicken Herkules einer Crew von sechs starken Männern – der Drehkran wurde zunächst mit reiner Muskelkraft bewegt. Erst um 1906 herum erhielt er seine elektrische Ausrüstung, mit der er im Rheinauhafen übrigens ein Novum darstellte. Die anderen Hafenkräne und Aufzüge wurden nämlich mit Druckwasserleitungen angetrieben, deren Pumpanlagen im sogenannten Krafthaus neben dem Hafenamt lagen.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Was den Decken Pitter und den Dicken Herkules verbindet

Damals wie heute präsentiert sich der Herkules mit einer gemauerten Basis aus unbegradigten Steinen, die an die historische Stadtmauer erinnern. Über eine recht steile Metallleiter stieg man ins komplett aus Holz gefertigte Führerhaus. Gen Süden hin ist dort ein Schild angebracht, das schwarz auf weiß die maximale Hebelast des Krans ausweist: 30.000 Kilogramm. Gut bemessen, mag man im Nachhinein denken, denn im November 1924 sollte der Dicke Herkules wegen dem Dicken Pitter aufs Äußerste gefordert werden.

Mit anderthalbjähriger Verspätung (wegen der französischen Besetzung des Ruhrgebiets) traf damals nämlich die Petersglocke in Köln ein. Vierundzwanzig Tonnen wog das im thüringischen Apolda gegossene Ungetüm, aber Herkules machte seinem Namen alle Ehre und hievte es ohne Umstände an Land. Unter feierlichem Geläut seiner Artgenossen gelangte der Dicke Pitter sodann zum Dom.

111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss - das Beste aus Band 1 und 2

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss - Band 2" von Bernd Imgrund und (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

 

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