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Ratlose Behörden und ein verwunschener Stein

111 Kölner Orte: Die Sprechecke im Stadtgarten

Der 1828 eingeweihte Stadtgarten ist die älteste Parkanlage Kölns. Angelegt wurde er – auf Anregung einer Bürgerinitiative – als Schmuck- und Flaniergarten vor den Bastionen der alten Stadtmauer.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Schon 1860 jedoch verkleinerte sich seine Fläche zugunsten des neu entstehenden Westbahnhofs von ursprünglich elf auf sechs Hektar. So berühmt wie beliebt ist der Stadtgarten heutzutage für sein gleichnamiges Jazz-Kulturzentrum mit angeschlossenem Restaurant und Biergarten. Jogger und Hundehalter hingegen delektieren sich am Anblick des ab 1857 hier angepflanzten exotischen Baumbestands.

Weniger spektakulär, aber nicht minder interessant ist die Geschichte eines zunächst unscheinbaren Sandsteins im östlichen Teil des Areals. Es war im Jahr 1997, als der aus der Spoken-Word-Szene stammende Autor Stan Lafleur hier eine sogenannte »Sprechecke« ausrief. Nach dem Vorbild der Speaker‘s Corner im Londoner Hydepark sollten sich dort Menschen zu öffentlicher Rede aufstellen können. Ein Jahr später wurde der Ort durch ein Podest veredelt: Der Dombildhauer Michael Oster gestaltete einen »Sprechstein« in Form einer Holzkiste.

Ins Kuriose driftete die Aktion im Dezember 2001. Der Stein war plötzlich verschwunden, und weder der Initiator noch das als Förderer aufgetretene Kulturamt wusste Rat. Die Entführer enttarnten sich schließlich nach vehementen Protesten der Öffentlichkeit und der Kölner Presse.

Auf nebulöse Beschwerden von »Verwaltungsmitgliedern« hin hatte das Grünflächenamt den Stein entfernen und in einem Bauhof deponieren lassen. All zu substanziell scheinen jene Einwände jedoch nicht gewesen zu sein, denn genauso überraschend, wie er verschwunden war, tauchte der Sprechstein auch wieder auf. Einige Wochen später stand er an seinem alten Platz. Und harrt bis heute derer, die ihn deklamierend besteigen.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

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