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Ein kölscher »Mount Everest« im Königsforst

111 Kölner Orte: Der Monte Troodelöh

Köln ist nicht sehr bergig - in der Tat. Einige Erhebungen gibt es dennoch, darunter ist auch der sogenannte "Monte Troodelöh". Dieser ist 118,04 Meter hoch und damit die höchste Erhebung Kölns.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Je weniger man hat, desto mehr muss man daraus machen – so könnte eine kölsche Weisheit lauten. Denn in genau diesem Sinne wird hier ein eher ekliges Abfallprodukt aus Schweineblut und -fett zur identitätsstiftenden "Flönz" aufgewertet und ein schlichtes Käsebrötchen zum "Halven Hahn". Ganz ähnlich verfuhr man mit der höchsten natürlichen Erhebung im Stadtgebiet.

Der eigentlich namenlose Hügel im Königsforst misst ganze 118,04 Meter. Er liegt etwa hundert Meter entfernt von der Waldwegkreuzung Wolfs- und Pionier-Hütten-Weg, etwa eineinhalb Kilometer unterhalb der A4. Dass es hier nach links hin noch ein wenig bergauf geht, raubt dem kölschen Mount Everest etwas von seiner Imposanz. Aber dieses östliche, höher gelegene Waldstück gehört schon nicht mehr zu Köln, weil der Wolfsweg die Grenze zur Gemeinde Rösrath markiert.

"Erstbesteigung" im Jahre 1999

Am 12. November 1999 wurde der Hügel von drei schwerst ausgerüsteten Alpinisten »erstbestiegen« und »Monte Troodelöh« getauft. Wer die Namen der tapferen Recken kennt – Troost, Dedden und Löhmer –, hat das Wortspiel sogleich enttarnt. Um die Expedition auch anständig zu adeln, wurden in der Folge verschiedene Unternehmungen getätigt. Ein Geldinstitut förderte die Aufstellung einer »Gipfelbank«, und die Forstverwaltung stiftete einen Felsstein, der auf der Spitze des Berges eingelassen wurde. Daran angebracht ist ein kleiner Metallkasten, der das Gipfelbuch, einen Stift und einen Datumsstempel enthält.

Es sei hier umstandslos zugegeben: Er kratzt nicht gerade die Wolken, der kölsche Mount Everest. Aber man sollte ihn auch nicht kleiner machen, als er ist. Immerhin ragt der Troodelöh ganze drei Meter weiter in den Himmel als der Große Müggelberg, die höchste Erhebung Berlins. Und dass der Sandberg in Düsseldorf-Hubbelrath 165,20 Meter hoch ist, steht hier eigentlich nur, weil noch eine Zeile zu füllen war.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

 

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