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Ein Wandbild und seine Geschichte

111 Kölner Orte: Der Hochbunker in der Elsaßstraße

Äußerlich macht er nicht viel her, dieser Bunker aus dem Jahr 1942. Mit der Fassadenfront und der Höhe eingepasst in die Zeile der Häuser, unterscheidet er sich von diesen nur durch seine Fensterlosigkeit. Aber wie so oft in Köln ist es weniger die Architektur als die Geschichte des Ortes, die ihn interessant macht.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Und diese ist dem Bunker aufgemalt worden in Form eines Wandgemäldes. Es zeigt ein zerbrochenes Hakenkreuz, außerdem eine Frau, die aus ihrem Fenster heraus Blumentöpfe und Küchenutensilien gegen einen Mann auf der Straße feuert. Dieser ist uniformiert und hat den rechten Arm zum Hitlergruß erhoben.

Den historischen Hintergrund bildet ein Ereignis vom 3. März 1933. SA-Truppen feierten die gerade erfolgte Machtübernahme der Nazis durch einen Umzug von der Innenstadt nach Bayenthal.

Dabei passierten sie auch die Elsaßstraße, traditionell bewohnt von sozialdemokratischen oder kommunistischen Arbeiterfamilien. Ein einzelner Flaschenwurf macht den Anfang, es kommt zum Tumult.

Fast der ganze Straßenzug ist auf den Balkonen und Dächern, um die SA-Schergen mit Nudelrollen, Nachttöpfen und Mülltonnen einzudecken. Diese, völlig unbewaffnet, fordern Verstärkung an, woraufhin die Polizei mit einem Panzerwagen vorfährt und das ganze Viertel abriegelt. Über siebzig Personen werden festgenommen und die übrigen Anwohner für 72 Stunden unter Hausarrest gestellt.

Auch in den folgenden Tagen werden die Menschen immer wieder von Razzien heimgesucht und zahlreiche Wohnungen völlig verwüstet. Das Wandbild des Künstlers Klaus Paier wird immer wieder von Graffiti-Sprühereien verunstaltet. Einmal ließ es sogar die Stadt übermalen – und dies ausgerechnet an einem 20. April, dem Geburtstag Adolf Hitlers.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

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