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Zwiebeln, Fisch und eine 132 Meter lange Parabel

111 Kölner Orte: Der Großmarkt

Am Rande der Bonner Straße in Raderberg, mitten in der Nacht: In der Großmarkthalle sortieren Obst?, Gemüse-, Fisch- und Fleischhändler ihre Kisten, Gabelstapler surren durch die Gänge, und draußen warten die Kleinlaster für den Warentransport in den Einzelhandel.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Der ideale Ort, um dieses Gewusel zu beobachten, ist die Gaststätten- Empore über dem Eingangsbereich. Pächter halten sich hier zwar nie lange, deshalb ist der Laden meistens geschlossen. Aber die Treppen hinauf zum quer durchlaufenden Balkon sind auch in gastronomischen Ebbezeiten frei zugänglich. Von dort oben genießt man zudem den besten Blick auf die Großmarkthalle selbst.

Errichtet wurde sie 1937 bis 1940 als Ersatz für die seit 1904 bestehende Markthalle am Heumarkt. Als Architekt fungierte Theodor Teichen (1896–1963), der spätere Oberbaurat der Stadt Köln. Seinem Plan gemäß entstand eine 132 Meter lange Halle in Parabelform, technisch ausgedrückt: eine Betonschalenkonstruktion auf Stahlbeton-Bodenbindern.

Das auch heute noch modern-funktional wirkende Bauwerk vereint architektonische Ästhetik mit dem Aspekt der Materialreduktion. Licht gewinnt die Halle durch zwei im Norden gestaffelte Fensterfronten, außen durch schlanke Betonrippen gegliedert. Während der Blick auf die Halle heutzutage durch weitere Profanbauten verstellt ist, wurde der mutige Schwung des Gewölbes durch die eingeschossige Ausführung der angrenzenden Lagerhäuser ursprünglich noch deutlicher betont.

Inzwischen sind die Tage des Raderberger Großmarktes gezählt. 1,2 Millionen Tonnen Ware werden hier jährlich umgeschlagen, die ein Einzugsgebiet von 2,5 Millionen Verbrauchern beliefern. Aber ab 2020 soll er umziehen, irgendwo an die Stadtgrenze, an einen Ort mit besserer Verkehrsanbindung. Teichens Halle jedoch wird auch danach noch zu bewundern sein – sie steht unter Denkmalschutz.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

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