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111 Kölner Orte

Der Fernwärmetunnel - spektakulär unterm Rhein entlang

Wer trockenen Fußes die Rheinseite wechseln will, benutzt herkömmlicherweise eine der acht Brücken oder die Fähre von Weiß nach Zündorf. Es geht aber auch anders und zudem weitaus spektakulärer. Ein unscheinbarer Betonpilz am rechtsrheinischen Messeufer bildet den Eingang zum Fernwärmetunnel der Rheinenergie.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Über rund hundert Stufen steigt man hinab zu einer drei Meter hohen, begehbaren Röhre, die unter dem Flussbett hindurch zum Breslauer Platz führt. 461 Meter lang ist diese Unterführung, mit der die damaligen Gas- und Elektrizitätswerke (GEW) 1984 ein zukunftsweisendes Projekt starteten. Der Trick: Vom Kraftwerk aus wird 120 Grad heißes Wasser durch die Rohrleitungen im Tunnel gepumpt, um sich nach der Flussunterquerung zweigartig auf die Haushalte zu verteilen.

Vor Ort gibt es dann über einen Wärmetauscher seine Hitze für Heizungs‑, Koch- und Badewasser ab. Die Leitungen sind so gut isoliert, dass das Wasser vom Vorlauf bis zum Verbraucher maximal fünf Grad verliert. Und wer einwendet, dass doch auch dieses Wasser mit Energieaufwand auf Temperatur gebracht werden muss: Das läuft natürlich über Kraft-Wärme- Kopplung, das heißt, mit der Wassererhitzung beispielsweise durch Erdgas wird zugleich Strom erzeugt.

Nichts für Leute mit Klaustrophobie

Analog dem Bau der Nord-Süd-U‑Bahn fraß sich auch 1984 ein riesiger Bohrschild durchs unterirdische Gestein. So mancher ungewöhnliche Fund wurde dabei zutage gefördert, unter anderem Bombenreste und Teile der alten Hohenzollernbrücke. Die interessantesten Stücke liegen im rechtsrheinischen Vorraum auf einem Ausstellungstisch – gezeichnet mit Datum, Uhrzeit und dem Namen der jeweiligen Schicht, die sie entdeckte.

Die Begehung eignet sich nicht für Menschen, die zu Klaustrophobie neigen. Vor allem im ersten Moment scheint der schnurgerade Tunnel kein Ende zu nehmen. Wer jedoch das »Halbzeit«-Schild erreicht, der hat das Gröbste überstanden. Information zur Besichtigung auf www.rheinenergie.com

Die Serie auf koeln.de: 111 Orte, die man gesehen haben muss

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

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