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Wunder

  • Land
    USA
  • Länge
    113 Minuten
  • Jahr
    2017
  • FSK
    o.A.
  • Regie
    Stephen Chbosky
  • Darsteller
    Jacob Tremblay, Julia Roberts, Owen Wilson
  • Genre
    Drama

Sein Gesicht versteckt er am liebsten unter einem Astronautenhelm - denn es ist durch einen Gendefekt entstellt. Doch August Pullman soll mit zehn Jahren endlich auf eine normale Schule gehen. Das ist für ihn eine große Herausforderung. Er wagt den Schritt hinaus in die Welt - und trifft sowohl auf Akzeptanz als auch auf Zurückweisung. Schließlich sucht er seinen eigenen Weg - das müssen alle erkennen und akzeptieren, vor allem Auggie selbst.

Bewertung durch die FBW

Zu Herzen gehendes, inspirierendes Erzählkino über einen besonderen Jungen, der lernen muss, in der Welt zu bestehen. Von Geburt an ist das Gesicht des zehnjährigen Auggie Pullmann entstellt. Etliche Operationen haben dies zwar ein wenig verbessert - dennoch fühlt sich Auggie unter anderen Menschen nicht wohl. Bisher wurde er von seiner Mutter zuhause unterrichtet und versteckte sein Gesicht am liebsten unter einem Astronautenhelm. Doch nun soll der Besuch einer regulären Schule auch eine Chance für Auggie sein, ein ganz normaler Junge sein zu können. Als Verfilmung der gleichnamigen Vorlage gelingt Steve Chbosky mit WUNDER ein berührender Unterhaltungsfilm, der im Kern auch eine wichtige Botschaft enthält: Das Äußere eines Menschen kann nie so viel bedeuten wie das, was ein Mensch tut oder bewirkt. Der gut gewählte Score und Soundtrack erhält in den einzelnen Szenen und Sequenzen immer eine visuelle Entsprechung, nie überschreitet der Film die Grenze zum Kitsch, berührt aber dennoch tief, was auch an der großartigen Leistung des Darstellerensembles liegt. Julia Roberts und Owen Wilson als verständnisvolle Eltern, die voller Liebe für ihre Kinder nur das Beste wollen und die erst wieder lernen müssen, auch ihr eigenes Leben zu leben; Izabela Vidovic als Via, die als Auggies ältere Schwester immer hinter Auggie zurückstecken muss und ihre eigenen Konflikte durchlebt; und natürlich Jacob Tremblay, der Auggie mit einer wunderbaren Mischung aus kindlicher Zuversicht und der traumatischen Angst vor Zurückweisung spielt. Als Auggie verzaubert, berührt und inspiriert er den Zuschauer. Die vielen originellen und fantasievollen Bildeinfälle des Films, die immer wieder Traum und Wirklichkeit vermischen, sorgen für einen augenzwinkernden Unterton und nehmen dem Thema seine Schwere. Erzählerisch wechselt Chbosky immer wieder die Perspektive, sodass nicht nur Auggie, sondern auch seine Schwester und Mitschüler im Fokus der Geschichte stehen. Ein weiterer inszenatorischer Kniff, der diesem wunderschönen Film Tiefe, Kraft und Originalität verleiht....mehr

Diese Rezension wurde von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden verfasst.