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Vergiftete Wahrheit

  • Land
    USA
  • Länge
    128 Minuten
  • Jahr
    2019
  • FSK
    6
  • Regie
    Todd Haynes
  • Darsteller
    Mark Ruffalo, Anne Hathaway, Tim Robbins
  • Genre
    Thriller

1998 legt sich der junge Anwalt Robert Bilott mit einem mächtigen Gegner an: In West Virginia soll das DuPont-Werk die Anbauflächen der Bauern in der Umgebung vergiftet haben. Mit seinem Partner Tom Terp vertritt Bilott die Bauern. Doch die DuPont-Werke ziehen alle Register, um nicht in Haftung genommen zu werden: Der Chemieriese verwickelt die Anwälte in eine Auseinandersetzung, in der mit allen Mitteln gekämpft wird.

Bewertung durch die FBW

Robert Bilott ist gerade erst Partner in einer renommierten Kanzlei geworden, als ein neuer Klient an ihn herantritt. Ein Farmer aus einer Kleinstadt in West Virginia will das Unternehmen DuPont verklagen, das seit mehreren Jahrzehnten ungefiltert Chemikalien in Flüsse leitet und somit nicht nur dafür sorgt, dass die Tiere, die das vergiftete Wasser trinken, elendig verenden, sondern dass auch die Menschen in diesem Teil West Virginias an Krebs und anderen schweren Krankheiten leiden und sterben. Die Firma DuPont jedoch redet sich heraus. Denn immerhin hat sie es schwarz auf weiß, dass das Wasser nur bis zu einer erlaubten Grenzmarke verschmutzt wird. Außerdem gibt es keine Erhebungen, die einen Zusammenhang zwischen der Wasserbelastung und den Krankheitsmerkmalen beweisen könnten. Genau diese Erhebungen will Robert Bilott nun durchführen. Und er merkt schnell, dass er damit in ein Wespennest sticht. Schon die ersten Minuten von VERGIFTETE WAHRHEIT, dem neuen Film von Regisseur Todd Haynes, machen die ganze Dimension des großen Skandals klar, der nicht etwa eine filmische Erfindung, sondern Tatsache ist. Der Anwalt Robert Bilott, glaubwürdig und mit Brüchen und Kanten verkörpert von Mark Ruffalo, kämpft seit mittlerweile zwanzig Jahren für die Rechte der Bewohner von Parkersburg in West Virginia. Die endlosen Mühen eines solchen Prozesses, das Auf und Ab und die vielen Enttäuschungen - all das machen Todd Haynes und seine Drehbuchautoren Matthew Michael Carnahan und Mario Correa anhand von langen dialogbetonten Szenen deutlich, die dank einer klug komponierten Lichtsetzung und einem basslastigen und damit immer subtil bedrohlich wirkenden Score die Atmosphäre der permanenten Unsicherheit hervorrufen und beim Zuschauen die Erinnerung an Genreklassiker wie DIE SIEBEN TAGE DES CONDOR und DIE UNBESTECHLICHEN hervorrufen. Todd Haynes ist, basierend auf einer wahren Geschichte, ein faszinierendes Justizdrama gelungen, das seine klare und anklagende Botschaft direkt an die richtet, die denken, mit ihrem Unrecht auf ewig durchzukommen. Ohne an Menschen wie Robert Bilott zu denken, die sich unermüdlich dagegen stellen werden....mehr

Diese Rezension wurde von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden verfasst.