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Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Köln und NRW

Nope (OV)

  • Land
    USA
  • Länge
    130 Minuten
  • Jahr
    2022
  • FSK
    12
  • Regie
    Jordan Peele
  • Darsteller
    Steven Yeun, Keke Palmer, Daniel Kaluuya
  • Genre
    Horrorthriller

Die Bewohner einer abgelegenen Ranch in Kalifornien werden von mysteriösen Ereignissen heimgesucht. Nachdem ein ungewöhnliches Wetterphänomen die Pferde auf der Ranch unruhig werden lässt, mehren sich die unerklärlichen und schockierenden Phänomene. Doch das sind nur die Vorboten eines noch viel schlimmeren Ereignisses.

Bewertung durch die FBW

Horror, Sci-Fi, Western - In NOPE beweist Regisseur und Drehbuchautor Jordan Peele erneut, dass er nicht nur sämtliche filmische Genrekonventionen beherrscht, sondern sie auch meisterlich konterkarieren kann. Der Horror der dunklen Wolke, die sich nach und nach in ihrem neuen Zuhause gemütlich "einrichtet", schleicht wie die gesamte Geschichte langsam an das Publikum heran, bis dann der finale Showdown wie ein Springteufel aus der Kiste hüpft und die Leinwand mit einem fulminanten und nervenzerreißenden letzten Akt überrascht. Die Themen, die Peele im Lauf der Handlung reflektiert, sind zahlreich: Der Umgang mit und der Missbrauch von Tieren, die Marginalisierung der Schwarzen in der Filmgeschichte, die Medien als eine Art konstanter Überwachung, die Gier nach medialer Aufmerksamkeit: NOPE kann in viele Richtungen gelesen werden, doch Peele lässt den Betrachtenden immer Freiheit für eine eigene Lesart. Die Kamera von Hoyte Van Hoytema fängt mit einem Blick für das Große das kongeniale Setting der Geschichte ein. Die Einöde der Hollywood Hills, die Absurdität einer künstlichen Westernstadt und dazu die Nahaufnahmen der Charaktere, die allesamt so interessant dargestellt werden, dass sie genug Stoff für eine eigene Geschichte mit sich bringen würden. Der von einem traumatischen Erlebnis gezeichnete "Jupe" (Steven Yeun), der die Sensation einer fremden Kultur gewinnbringend ausnutzen will, die lebensfrohe Emerald (Keke Palmer), die sich den Problemen mit Power und Entschlossenheit stellt, und der wie ein echter Westernheld stoisch vor sich hin grummelnde OJ. (Daniel Kaluuya). Auf der Soundebene schafft NOPE eine Art Kopfkino-Symphonie aus Musik, Effektgeräuschen und einer wohl temperierten tonalen Atmosphäre. Im Zusammenspiel aus seiner vielschichtigen Lesart, einer präzisen Spannungsdramaturgie und dem federleichten Wechsel zwischen den Genres ist NOPE ein gleichzeitig komplexer und bombastischer Film, dem es gelingt, das Publikum im wortwörtlichen Sinn "einzusaugen"! ...mehr

Diese Rezension wurde von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden verfasst.