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Joker (OV)

  • Land
    USA
  • Länge
    122 Minuten
  • Jahr
    2019
  • FSK
    16
  • Regie
    Todd Phillips
  • Darsteller
    Zazie Beetz, Robert De Niro, Joaquin Phoenix
  • Genre
    Drama

Arthur Fleck hat als Straßenkünstler in Gotham City im Jahre 1981 kein Glück. Doch immer wieder malt er sich sein Clownslächeln aufs Gesicht. Er will die Menschen zum Lachen bringen, er will, dass sie ihn lieben. Als er erneut zusammengeschlagen wird, verwandelt sich sein Wunsch nach Liebe in reinen Hass. Hinter dem Clownslächeln fasst er den Plan zu seinem ersten Mord. Und diesem sollen noch weitere folgen.

Bewertung durch die FBW

Seit er denken kann, ist Arthur Fleck ein Außenseiter. Ein Mensch, mit dem sich keiner näher beschäftigt, der befremdlich auf andere wirkt, weil er aufgrund einer neuronalen Dysfunktion immer laut lachen muss, sogar dann, wenn es ihm schlecht geht. Tagsüber schlägt sich Arthur mit Gelegenheitsjobs als Clown durch und abends pflegt er seine bettlägerige Mutter zuhause. Damit seine Psychosen nicht außer Kontrolle geraten, nimmt Arthur mehrere Psychopharmaka gleichzeitig. Doch eines Tages, als all die Demütigungen zuviel werden, passiert etwas in Arthur. Er entscheidet sich, keine Tabletten mehr zu nehmen, sondern einfach zu leben. Und so wird aus Arthur Fleck eine Zeitbombe, die unaufhörlich tickt. Bis sie bereit ist, gewaltvoll und unbarmherzig zu explodieren. JOKER in der Regie von Todd Philipps ist in jeder filmischen Hinsicht eine Wucht. Beginnend von der mit großer Sorgfalt in Szene gesetzten Kulisse, die ein verkommenes und großstädtisches Gotham City der frühen 1980er Jahre erschafft, über einen treibenden Soundtrack, der für jede Emotion und Situation genau die richtige Musik findet, bis hin zu einer phänomenalen Kamera von Lawrence Sher, die in exakt durchkomponierten, oftmals zentrierten Einstellungen ihren Protagonisten nie aus den Augen lässt. Was bei der schauspielerischen Tour-de-Force, die der Hauptdarsteller Joaquin Phoenix als Arthur/Joker leistet, auch nicht anders möglich ist. Die Zerrissenheit einer gequälten Seele, die nach Liebe und Wärme sucht und in der Welt, in der sie sich befindet, nur Hass und Ablehnung findet, macht Phoenix nur mit einem Blick aus seinen traurigen Augen deutlich. Die Rolle, die er verkörpert, ist die eines manisch-kranken Menschen. Doch dank des so intensiven Spiels eröffnet sich beim Betrachter eine Möglichkeit der Empathie und für den Film mehrere Interpretationsebenen. Die Gewalt im Film ist explosiv, beherrscht aber nicht die Erzählung und ordnet sich dem psychologischen Drama der Figur stets unter. Ein dunkles und kraftvolles Psychodrama über die Entstehung einer der berühmtesten Antagonisten des Batman-Universums....mehr

Diese Rezension wurde von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden verfasst.