• Home
  • So, 29. Nov. 2020
  • Stadtplan
  • Verkehr
  • KoelnMail
  • Newsletter
  • DE | EN
koeln.de

Russische Avantgarde im Museum Ludwig

Original und Fälschung

Termin: 26.09.2020 bis 03.01.2021
Tickets: 11 EUR, ermäßigt: 7,50 EUR
Ort: Museum Ludwig

Die Russische Avantgarde bildet mit 600 Arbeiten aus der Zeit von 1905 bis 1930 dank Peter und Irene Ludwig - neben Pop Art und Picasso - einen Sammlungsschwerpunkt des Museum Ludwigs. Mit der Studioausstellung "Orginal und Fälschung" zur Russischen Avantgarde stellt sich das Museum Ludwig bis zum 3. Januar 2021 den Fragen nach Authentizität in seiner Sammlung.

Ein Museum, das vermeintliche Meisterwerke aus seinen eigenen Beständen als Fälschung enttarnt - das gibt es nicht oft. Dazu gehört Mut, denn der transparente Umgang mit nicht authentischen Werken wurde lange tabuisiert. Das Kölner Museum Ludwig hat sich der Herausforderung jetzt gestellt. Es geht um die Sammlung der Russischen Avantgarde, eine der Vorlieben des Schokoladenfabrikanten Peter Ludwig (1925-1996) und seiner Frau Irene Ludwig (1927-2010), die Namensgeber des international renommierten Museums direkt neben dem Dom. 

Aus unterschiedlichen Gründen - zum Beispiel wegen ihrer verzögerten Rezeption nach dem Stalinismus - sind Arbeiten von Künstlern und Künstlerinnen der Russischen Avantgarde besonders häuftig gefälscht. Mit der Hilfe von internationalen Wissenschaftlern untersucht das Museum Ludwig deshalb auch seinen Bestand. Ein Ziel ist es, die Fälschungen der Samlung zu identifizieren und kenntlich zu machen. Die Ausstellung zeigt erste Ergebnisse: Von 100 Gemälden wurden bisher 49 untersucht. Bei 22 Werken wird angenommen, dass sie nicht authentisch sind, bei 27 geht das Museum davon aus, dass es sich um Originale handelt.

Unterschied für Laien erkennbar 

Für die Ausstellung hat das Museum in einigen Fällen die originalen Vorlagen für die unechten Werke als Leihgaben ausgeliehen. Wenn man Original und Fälschung nebeneinander sieht, erkennt man manchmal schon als Laie, dass der Farbauftrag des authentischen Werks ganz anders ist als der der Fälschung.

Noch eindeutiger als solche stilistischen Beurteilungen sind naturwissenschaftliche Befunde, bei denen ein Bild etwa anhand des Materials der Leinwand oder der in der Farbe enthaltenen Pinselhaare sehr genau auf eine bestimmte Periode datiert werden kann. Eine Periode, in der der angebliche Schöpfer des Werks unter Umständen schon lange nicht mehr unter den Lebenden weilte. So wurde in einer der Leinwände Polyester gefunden - die Künstlerin Olga Rosanowa, die das Bild gemalt haben sollte, starb jedoch schon 1918, lange vor Entwicklung des Kunststoffs. 

Quelle sowie weitere Informationen unter www.museenkoeln.de.   

(zuletzt aktualisiert: 10. November 2020 - 11:34 Uhr)

Weitere aktuelle Ausstellungen in Köln

AW_Selfportrait.jpg
12.12.2020 - 18.04.2021

Andy Warhol Now

Andy Warholt gilt als der bekannteste Vertreter der Pop Art, zu seinen ikonischen Motiven zählen unter anderem Marilyn, Campell's Suppendose oder Coca-Cola-Flaschen. Das Museum Ludwig zeigt über hundert seiner Werke in der Ausstellung "Andy Warhol Now".  mehr
57141__200930_4316814_lo.jpg
Am 6. März 1945 marschieren amerikanische Truppen in das linksrheinische Köln ein - damit endet für die dort lebenden Menschen der Zweite Weltkrieg. Die Sonderausstellung "Köln 1945: Alltag in Trümmern" zeigt vom 07. November 2020 bis zum 14. Februar 2021 auf vielfältige Art die unmittelbare Nachkriegszeit in Köln.    mehr
Sisi_Ulric_Grob.jpg
Elisabeth von Österreich-Ungarn, genannt Sisi, sammelte in den 1860er Jahren Porträtfotografien - vor allem junger Frauen. Das Museum Ludwig verwahrt achtzehn ihrer Alben mit etwa 2.000 Fotografien, die bis zum 24. Januar 2021 in der Austellung "Sisi privat" zu sehen sind.  mehr
rba_d054218_04.jpg
Die Russische Avantgarde bildet mit 600 Arbeiten aus der Zeit von 1905 bis 1930 neben Pop Art und Picasso einen Sammlungsschwerkpunkt des Museum Ludwigs. Mit der Studioausstellung "Orginal und Fälschung" zur Russischen Avantgarde stellt sich das Museum Ludwig bis zum 3. Januar 2021 den Fragen nach Authentizität in seiner Sammlung.  mehr
wrm-willem-van-diest-1650-59-1200.jpg
Wallraf-Richartz-Museum

Poesie der See

Im 17. Jahrhundert waren die Niederlande eine der reichsten Nationen der Welt - vor allem wegen ihrer Seefahrer.  Und so war die Marine bevorzugtes Objekt von Hunderten Malern, die in diesem "Goldenen Zeitalter" zeitweise 70.000 Bilder pro Jahr produzierten. Einen Ausschnitt aus diesem reichen Schaffen zeigt das Wallraf-Richartz-Museum bis zum 24.05.2021 unter dem Titel "Poesie der See".  mehr