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Die Kunst des Widerstands

RESIST!

Termin: 01.04.2021 - 09.01.2022
Tickets: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro
Ort: Rautenstrauch-Joest-Museum

Vom 1. April 2021 bis zum 9. Januar 2022 beleuchtet die Ausstellung "Resist! Die Kunst des Widerstands" im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum 500 Jahre antikolonialen Widerstand im Globalen Süden und erzählt über koloniale Unterdrückung und ihre Auswirkungen bis heute.  

Der Widerstand gegen die Auswirkungen des kolonialen Erbes im Hier und Jetzt wird immer lauter: Er zeigt sich nicht nur in den aktuell scharf geführten Debatten zur Frage der Restitution der Benin Bronzen (das Rautenstrauch-Joest-Museum bewahrt die viertgrößte Sammlung in Deutschland) von Deutschland zurück an Nigeria, sondern auch in der Umbenennung von kolonialen Straßennamen, der Zerstörung von Kolonialdenkmälern und nicht zuletzt durch die #BlackLivesMatter Bewegung. Das ist der Hintergrund für die internationale Großausstellung "Resist! Die Kunst des Widerstands" des Rautenstrauch-Joest-Museums, die 500 Jahre Praktiken antikolonialen Widerstands im Globalen Süden beleuchtet.

Hommage an Menschen des Widerstands

 

Die Ausstellung ist eine Hommage an die Menschen, die auf unterschiedlichste Art und Weise konstant Widerstand geleistet haben und deren Geschichten bis heute kaum erzählt oder gehört wurden. Zugleich thematisiert sie die dramatischen Auswirkungen und das Fortbestehen von kolonialen Machtverhältnissen. Diese Ausstellung ist ein Versuch, die verborgenen Schichten und Geschichten des Widerstands freizulegen.

"Mit der Ausstellung wollen wir einen Verhandlungsraum schaffen, in denen koloniale Widerstandsgeschichten mehrstimmig aus den Perspektiven von Künstlerinnen und Künstler sowie Aktivistinnen und Aktivisten aus dem globalen Süden und der Diaspora erzählt werden können", so die Direktorin des Rautenstrauch-Joest-Museums, Nanette Snoep.

Sechs Frauen kuratieren eigene Räume

Sechs Frauen - Künstlerinnen, Kuratorinnen und Aktivistinnen - wurden deshalb eingeladen, eigene Räume für die Ausstellung zu kuratieren. Die nigerianische Künstlerin und Kunsthistorikerin Peju Layiwola beschäftigt sich mit den geraubten Kulturgütern aus dem Königreich Benin (Nigeria), von denen sich 96 in der Sammlung des Rautenstrauch-Joest-Museums befinden. Die namibischen Aktivistinnen Esther Utjiua Muinjangue und Ida Hoffmann erzählen eine deutsch-namibische Geschichte anhand des ersten Genozids des 20. Jh. an den Herero und Nama in Namibia und von ihrem Kampf für dessen Anerkennung.

Die ungarische Kunsthistorikerin und Kuratorin Tímea Junghaus stellt eine Verbindung zwischen Kolonialismus und dem Kampf um Selbstbestimmung von Sinti und Roma her. Schließlich klagt der postmigrantische Kölner In-Haus e.V. mit den Aktivisten und Aktivistinnen Elizaveta Khan, Mona Leitmeier, Sae Yun Jung, Salman Abdo und Rita Bomkamp den Rassismus in Deutschland an.

Zeitgenössische Kunst erweitert eigene Sammlung

Anhand von zahlreichen historischen Objekten aus der ethnologischen Sammlung des Rautenstrauch-Joest-Museums, sogenannten Zeugnissen von Widerstandsaktionen, die die Spuren von kolonialer Unterdrückung, Gegenwehr und Kampf, von Überleben und Heilung tragen, wird auch die eigene Sammlung des Rautenstrauch-Joest-Museums neu beleuchtet.

Die offenen und subversiv geführten Kämpfe in 500 Jahren Widerstand werden zudem durch die künstlerischen Arbeiten von rund 40 zeitgenössischen Künstler und Künstlerinnen aus dem globalen Süden oder aus der Diaspora wie z.B. Kader Attia, Kara Walker, Patricia Kaersenhout und Ayrson Heráclito sichtbar, hörbar und erfahrbar gemacht.

Auch Tanz und Musik haben einen wichtigen Platz in der Ausstellung: Rokia Bamba, Soundkünstlerin und DJ wird im Ausstellungszeitraum ein Sound- und Stimmenarchiv des Widerstands entwickeln und die zwei Urban-Dance-Choreografinnen Bahar Gökten und Daniela Rodriguez Romero setzen sich in der Ausstellungsfläche mit jugendlichen urbanen Tänzerinnen und Tänzern performativ mit dem Thema Widerstand auseinander.

Quelle und weiter Informationen unter www.museenkoeln.de

 

(zuletzt aktualisiert: 7. September 2021 - 10:46 Uhr)

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