• Home
  • Do, 27. Jan. 2022
  • Stadtplan
  • Verkehr
  • KoelnMail
  • Newsletter
koeln.de

Japanische Farbholzschnitte von Tsukioka Yoshitoshi

100 Ansichten des Mondes

Termin: 17.09.2021 bis 09.01.2022
Tickets: 9,50 Euro, ermäßigt 5,50 Euro
Ort: Museum für Ostasiatische Kunst

Ab dem 17. September 2021 präsentiert das Museum für Ostasiatische Kunst die "100 Ansichten des Mondes" von Tsukioka Yoshitoshi. Yoshitoshi war der letzte große Holzschnittkünstler in der Tradition des japanischen Ukiyo-e. Die Serie 100 Ansichten des Mondes gilt als seine größte Errungenschaft.

In ihr werden die Geschichte und Mythologie des alten Japan zum Leben erweckt. In allen hundert Drucken spielt der Mond eine zentrale Rolle - häufig ist er deutlich im Bild zu erkennen, manchmal wird auf ihn auch nur in den schönen Gedichten der Textkartuschen verwiesen.

Darstellung traditioneller japanischer Kultur

Yoshitoshi entwarf die Serie in einer Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche, die 1868 zur Wiederherstellung des japanischen Kaisertums in der Meiji-Periode (1868-1912) führten. Er interessierte sich für die neuen Entwicklungen der Meiji-Zeit, die zunehmend westliche Einflüsse mit sich brachten. Zugleich war er in Sorge, dass die Kultur und die Traditionen Japans der Modernisierung zum Opfer fallen könnten.

Deshalb entschied sich Yoshitoshi in seiner Serie 100 Ansichten des Mondes für die Darstellung der traditionellen japanischen Kultur, Folklore und Literatur, die zu dieser Zeit für viele nach wie vor einen hohen Stellenwert besaßen. Im Laufe der Jahre entwickelte er seinen eigenen Stil und schuf ein vielfältiges Werk, das durch emotionale Tiefe und fantasievollen Einfallsreichtum gekennzeichnet ist.

Von historischen Figuren zu mythologischen Kreaturen 

Die Themen der Drucke reichen von historischen Figuren wie der Romanschriftstellerin und Hofdame Murasaki Shikibu aus der Heian-Periode (794-1185) und dem Samurai-Kriegsherren Takeda Shingen (1521-73) bis hin zu mythologischen Kreaturen sowie Szenen, die mit den japanischen Theaterformen Kabuki, Nō und Kyōgen in Verbindung stehen. Die Serie bezieht sich nicht nur auf die Literatur und Kultur der Heian-Zeit, sondern verweist auch auf die literarischen Traditionen Chinas, die einen großen Einfluss auf die kulturellen Entwicklungen des klassischen Japan hatten.

Neben den japanischen Farbholzschnitten aus dem Museum Nihon no hanga Amsterdam werden auch andere Objekte wie Hängerollen und Schreibkästen, Schwertzierrate und Stichblätter, Netsuke und Inrō aus der museumseigenen Sammlung gezeigt, die sich auf die japanische Mond-Kultur beziehen.

Quelle sowie weitere Informationen unter www.museenkoeln.de.

(zuletzt aktualisiert: 29. September 2021 - 7:56 Uhr)

Weitere aktuelle Ausstellungen in Köln

40_Jahre_laif_Pressefoto_05.jpg
Zum 40-jährigen Bestehen der Fotoagentur laif zeigt das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) vom 12. März bis 25. September 2022 die Ausstellung "40 Jahre laif - 40 Positionen dokumentarischer Fotografie".  mehr
Unbenanntes_Projekt.jpg
Vom 17. Januar bis 24. April 2022 präsentiert das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) die Ausstellung "The Circle", kuratiert von Dutch Invertuals. 17 internationale Designerinnen und Designer stellen sich der Herausforderung, die Mutter aller Formen neu zu interpretieren.  mehr
02_Tanzende_AinuFrauen.jpg
Das Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum zeigt vom 5. November 2021 bis 20. Februar 2022 die Ausstellung "Eine Seele in Allem - Begegnungen mit Ainu aus dem Norden Japans".  mehr
03.jpg
29.10.2021 - 23.02.2022

Linie lernen. Die Kunst zu zeichnen.

Vom 29. Oktober 2021 bis zum 23. Februar 2022 widmet sich das Wallraf-Richartz-Museum in seiner neuen Ausstellung der Kunst zu zeichnen. Parallel zu seiner großen Maltechnikausstellung "Entdeckt!" ermöglicht das Museum dabei einen spannenden Blick auf die Anfänge des Zeichenunterrichts.  mehr
1_Antiphonar.jpg
Vom 26. Oktober 2021 bis 30. Januar 2022 zeigt das Museum Schnütgen die Ausstellung "Von Frauenhand. Mittelalterliche Handschriften aus Kölner Sammlungen" in Kooperation mit der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln.  mehr
03.jpg
Vom 8. Oktober 2021 bis 13. Februar 2022 zeigt das Wallraf-Richartz-Museum die geheimen Tricks von Meistern wie Martini, Cranach, Rubens, Rembrandt, Friedrich, Manet und Monet. Dafür untersuchten seine Kunsttechnologen in den letzten zwanzig Jahren rund zweihundert Gemälde von prominenten Malern.  mehr