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koeln.de

40 Positionen dokumentarischer Fotografie

40 Jahre laif

Termin: 12.03.2022 bis 25.09.2022
Tickets: 6 Euro, ermäßigt 3 Euro
Ort: Museum für Angewandte Kunst (MAKK)

Zum 40-jährigen Bestehen der Fotoagentur laif zeigt das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) vom 12. März bis 25. September 2022 die Ausstellung "40 Jahre laif - 40 Positionen dokumentarischer Fotografie".

 

Die dafür ausgewählten, international tätigen Fotografinnen und Fotografen beschreiben in ihren Arbeiten die Welt anhand ihrer Konflikte und Bruchlinien, zeigen aber auch, wie Kunst und Solidarität Menschen verbindet. Darüber hinaus reflektieren die Arbeiten die ästhetische Entwicklung der Dokumentarfotografie von den 1980er Jahren bis heute und lassen 40 Jahre Zeitgeschichte lebendig werden.

Thematisierten die Fotografinnen und Fotografen der ersten Stunde die Proteste gegen Kernkraft, Aufrüstung und Flughafenerweiterungen noch klassisch, schwarz-weiß und sehr dicht am Geschehen, gerät in den 1990er Jahren, analog zu den technischen Reproduktionsmöglichkeiten der Presse, die Farbfotografie in den Vordergrund.

Chronologische Inszenierung

Die Ausstellung, chronologisch aufbereitet, wird eingeleitet von den Arbeiten zweier Mitbegründer der Agentur Manfred Linke und Günter Beer, gefolgt von künstlerisch-dokumentarischen Bild-Textarbeiten zu Menschen an der Berliner Mauer von Bettina Flitner aus dem Jahr 1990. Katharina Bosse porträtiert in ihrer Arbeit "Surface Tension" oft Frauen weltweit (1997), während Michael Lange 1999 eine experimentelle Arbeit, fotografiert auf schwarz-weißem Polaroid Diafilm, über Los Angeles präsentiert, die als Hommage an den "Film Noir" gelesen werden kann. Henrik Spohler dokumentiert in der ihm eigenen Art kühl, distanziert, mit hoher bildnerischer Qualität, wie heute die Agrarindustrie Lebensmittel weltweit anbaut (The Third Day, 2012). Sandra Hoyn besucht ein Bordell in Bangladesch und nimmt Anteil am Schicksal der Frauen und Mädchen dort (2015).

Am Ende schließt sich der Kreis und die Fotografinnen und Fotografen richten ihren Blick wieder auf Deutschland: Hannes Jung liefert eine demagogisch wirkende Reportage über die Neue Rechte (2017), während Andreas Herzau seine Langzeitarbeit über Kanzlerin Merkel in subjektiv kombinierten Bildausschnitten 2018 erstmals komplett als Buch vorlegt. David Klammer wird 2019 zu einem ständigen Chronisten des Widerstands gegen die Abholzung des Hambacher Waldes, 2020 schließlich fährt der junge Ingmar Björn Nolting kreuz und quer durch Deutschland und schafft ein einmaliges, zu Recht mehrfach preisgekröntes Zeugnis der Coronakrise.

Quelle und weitere Informationen unter www.makk.de.

(zuletzt aktualisiert: 3. Januar 2022 - 11:49 Uhr)

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