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Passat

Beschreibung:
Darunter versteht man beständige Winde, die auf beiden Erdhalbkugeln das ganze Jahr hindurch von den subtropischen Hochdruckgürteln zur äquatorialen Tiefdruckrinne gerichtet sind. Durch die Erdrotation (Corioliskraft) und Bodenreibung wird der Wind jedoch abgelenkt und tritt somit auf der Nordhalbkugel als Nordostpassat, auf der Südhalbkugel als Südostpassat auf. Der Wind reicht bis in etwa 2 Kilometer Höhe, darüber liegt die Passat-Inversion, unterhalb der sich flache Kumulus-Wolken bilden. Der Passat ist ein Teil des globalen Zirkulationssystems, das über dem Meer besonders deutlich ausgeprägt ist. Im Bereich der ITC (Innertropische Konvergenzzone) treffen die beiden Passate aufeinander. Die Luft steigt auf, und es kommt zu Wolkenbildung mit schauerartigen Niederschlägen. In der Höhe strömt die Luft in Richtung Norden und Süden vom Äquator weg und sinkt dann wieder im Bereich der subtropischen Hochdruckgürtel ab, um in Richtung Äquator zurück zu strömen und einen Kreislauf zu bilden. Weiter entfernt vom Äquator sind die Passate sehr trocken. Auf ihrem langen Weg über die subtropischen Meere können sie aber Feuchtigkeit aufnehmen. Aufgrund der Passatinversion kommt es jedoch nicht zu Niederschlägen. Es bilden sich nur so genannte Passatkumuli aus. In Richtung Äquator steigt die Passatinversion kontinuierlich an und ist im Bereich der ITC durchbrochen. Es kommt zu hochreichender Konvektion mit Gewitterbildung und Niederschlägen.