Geschichte
Bayenthal
Als Flurbezeichnung wird der Name Bayenthal erstmals im Jahre 1307 erwähnt. Eine bauliche Entwicklung beginnt in dieser Gegend, wenn man von der heute zu Marienburg gehörenden "Alteburg" absieht, allerdings erst im 19. Jahrhundert.
Godorf
Das nahe dem Rhein gelegene Straßendorf Godorf wird erstmals 1173 urkundlich als "Gudegedorp" erwähnt. Zahlreiche Funde beweisen, dass hier schon in römischer und dann fränkischer Zeit größere Ansiedlungen bestanden haben.
Hahnwald
Der 1949 neu gegründete Stadtteil Hahnwald ist der jüngste Ort der früheren Gemeinde Rodenkirchen. Der Ortsname bezieht sich auf einen früher hier gelegenen Hainwald, den man 1610 als "Hendtgen" und um 1800 als "Haalen" bezeichnete.
Immendorf
Das Gebiet wurde bereits im Jahr 948 in einer Schrift des Kölner Erzbischofs Wichfrid als „Iminethorp“ erwähnt. Bis ins frühe 19. Jahrhundert konzentrierte sich die Bebauung von Immendorf ausschließlich entlang der Immendorfer Hauptstraße zwischen dem Zaunhof und der Giesdorfer Allee sowie auf und um den "Heidenberg".
Marienburg
Der Stadtteil Marienburg verdankt seinen Ausbau zum geschlossenen Villenvorort der Initiative des Kölner Industriellen Ernst Leybold, der mit dem Bau erster Straßen und vornehmer Landhäuser begann. Namengebend war der seit etwa 1840 nachweisbare Gutshof "Marienburg"“ mit ausgedehnten Ländereien.
Meschenich
Meschenich weist schon in römischer Zeit eine Besiedlung auf, eine erste urkundliche Erwähnung von "Meschingen" datiert aus dem Jahre 1166. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Meschenich zum kurkölnischen Amt Brühl.
Raderberg
Zu Raderberg, das bis ins frühe 19. Jahrhundert nur eine Flurbezeichnung war, gehören heute der ebenfalls erst im 19. Jahrhundert entstandene Ort Mannsfeld sowie der Judenbüchel, eine Ortsbezeichnung für eine Erhebung an der Stelle der heutigen Markthalle.
Raderthal
Als Flurbezeichnung erscheint dieser Name schon in den kölnischen Schreinsbüchern des 13. Jahrhunderts, als Ortsbezeichnung wird er dagegen erstmalig 1838 im Sterberegister der Pfarrkirche zu Immendorf erwähnt. Der Name Raderthal bezeichnet das an den Raderberg
anschließende Tal, ein ehemaliges Flussbett des Rheins.
Rodenkirchen
Vorzeitliche und römische Funde beweisen eine frühe Besiedlung der Gegend. Folgt man den zahlreichen Legenden, die sich um das Rodenkirchener Kapellchen ranken, dann soll hier schon im 4. Jahrhundert durch den Bischof Severin ein dem heiligen Maternus geweihtes Gotteshaus gestanden haben.
Rondorf
922 schenkt Erzbischof Hermann I. (889-925) dem von ihm gegründeten Stift St. Ursula in Köln einen Hof in Rondorf, den Fronhof beziehungsweise heutigen Johanneshof. Als “Rumenthorp” erwähnt eine Urkunde Erzbischof Wichfrieds (925-953) im Jahre 941 den Ort.
Sürth
Als "Soretha" wird Sürth im Jahre 1059 erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Im Jahre 1067 schenkt Erzbischof Anno II. (1056-75) dem neugegründeten Stift St. Georg zu Köln Besitzungen in "Sorethe". Cäsarius von Heisterbach nennt den Ort "Sorenda". Ende des 13. Jahrhunderts findet sich der Ortsname dann als "Sürd" oder "Sürde" geschrieben.
Weiß
Eine Urkunde von 1263 nennt Reinart von Wisse als den Besitzer des Rittersitzes zu Weiß. Dieses ist die früheste Erwähnung des Ortes. In Weiß besaßen unter anderem die Kölner Antoniter, die Abtei Groß-St.-Martin und das Stift St. Severin Ländereien. Laut einer Landes-Deskription von 1669 gab es hier 40 Bauernhäuser und neben der Landwirtschaft auch Weinanbau.
Zollstock
Als Ortsbezeichnung findet sich Zollstock erstmals im Adressbuch von 1877. Zuvor bestand das Gebiet vor den Toren der Stadt fast ausschließlich aus Feldern und Ziegeleibetrieben. Der Name des Vorortes leitet sich von einem kleineren Zollhaus (Zollstock) ab, das an dem Schnittpunkt einer der Feldwege mit dem um Köln führenden Bischofsweg stand.


