Unfreiwillige Übernachtung
Rentnerin über Nacht in Tresorraum gefangen
Unfreiwillig verbrachte eine 68-jährige Kölnerin eine Nacht in der Sparkasse an der Neusser Straße in Nippes. Die Seniorin wurde am Mittwoch versehentlich im Tresorraum eingeschlossen und konnte erst am Donnerstagmorgen wieder befreit werden - als das automatische Zeitschloss der Türen sich öffnete.
Die ältere Dame hatte kurz vor Geschäftsschluss den Tresorraum betreten, um zu ihrem Schließfach zu gelangen. Dabei war sie offenbar von einem Angestellten übersehen worden, der kurz danach das automatische Zeitschloss des Tresors aktivierte und den Tresorraum verriegelte. Nachdem die 68-Jährige ihre Notlage bemerkt hatte, rief sie über die hausinterne Telefonanalage um Hilfe, um sich befreien zu lassen. Weil das Zeitschloss sich vor der programmierten Öffnungszeit um 8 Uhr morgens jedoch nicht deaktivieren lässt, konnten die Mitarbeiter der Bank nicht eingreifen.
Nach Angaben der Polizei kam auch keine gewaltsame Öffnung in Frage: Ein Sicherheitsunternehmen habe erklärt, dass eine gewaltsame Öffnung etwa 25 bis 30 Stunden in Anspruch nehmen würde. So musste die Eingeschlossene bis zum Morgen ausharren, bevor sie den Tresorraum wieder verlassen konnte. Während der Nacht standen der 68-Jährigen ihr Ehemann sowie ein Arzt und Psychologe telefonisch bei. Trotz ihrer stundenlangen nächtlichen Gefangenschaft war die Seniorin laut Polizei gefasst, als sie den Tresor wieder verließ. (Symbolfoto: ddp)
(Erstellt am 5. Februar 2009 - 14:00 Uhr; aktualisiert 5. Februar 2009 - 16:58 Uhr)









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