Widdersdorf

Dörflicher Charakter wurde beibehalten

Widdersdorf - Höfe und Klosterherrschaft
Auf der fruchtbaren Mitteltrasse des Rheintales gelegen, war Widdersdorf bereits in der Jungsteinzeit und nach römischer Zeit wieder seit dem achten Jahrhundert besiedelt.

"Mairie der Frermersdorf"
Damit war der Grundstein für eine Jahrhunderte währende Vorherrschaft des Klosters gelegt, das seit 1494 die Pfarrherren stellte und zugleich durch die ihm obliegende Gerichtsbarkeit die weltliche Macht ausübte. Aufgrund der Neueinteilung des Kurkölnischen Gebietes in französischer Zeit wurde der Ort zunächst dem Kanton Weiden und im Zuge der 1800 durchgeführten Verwaltungsreform dann der neu eingerichteten “Mairie de Frermersdorf” zugeordnet.

1934 bis 1951 war die seit 1927 Brauweiler benannte Gemeinde, deren Verwaltungssitz bereits 1855 von Widdersdorf dorthin verlegt worden war, in das Amt Lövenich beziehungsweise Weiden eingegliedert.
Noch heute lässt das Ortsbild von Widdersdorf die gewachsene Struktur eines Haufendorfes erkennen, dessen dominanten Mittelpunkt die Kirche mit Friedhof und Pfarrhaus sowie die umgebenden Hofanlagen bilden.

Dörfliche Strukturen in der Stadt
Die 1975 nach Köln eingemeindete Ortschaft Widdersdorf, die noch bis in die 1960er Jahre weitgehend ihren von landwirtschaftlicher Nutzung geprägten dörflichen Charakter erhalten hatte und sich erst in jüngster Zeit durch Neubauwohngebiete in Richtung Bocklemünd ausgedehnt hat, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Durch den Erhalt aller bedeutenden Hofanlagen und der dazugehörigen dörflichen Struktur hat sich in einzigartiger Weise die bauliche und soziale Struktur des einstigen Haufendorfs Widdersdorf bewahrt. Sein historischer Kern erstreckt sich entlang der Hauptstraße. Mit dem dominierenden Burghof, der Kirche und der alten Brennerei liegt der bauliche Schwerpunkt des Ortes im Westen. In der östlichen Flur liegen noch weitgehend isoliert der Rather Hof und der Neu-Subbelrather Hof.

Infolge der durch die Säkularisation veränderten Sozialstruktur erfolgte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Verdichtung der Bebauung innerhalb des alten Siedlungsbereiches und in der zweiten Hälfte eine Siedlungserweiterung entlang der vom Ortskern wegführenden Straßen.

Akzente im Stadtteil
Burghof; Haus Rath; Kornbrennerei; Mertenshof; Max-Planck-Institut; Neu-Subbelrather Hof; Sankt Jakobus; Tilmeshof; Turmhof
Sportvereine: Sportverein Lövenich/Widdersdorf 1986/27 e.V.; Sankt Antonius TC Widdersdorf e.V.
Friedhof: Hauptstraße (Widdersdorf/neu); Turmgasse (Widdersdorf/alt).
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