Lövenich

Ländlicher Charakter in Stadtnähe

Lövenich - Dorf am Rand der Stadt
Die erste urkundliche Erwähnung von Lövenich, dessen Name von "Luviniacum", einem Gut der Kelten, abgeleitet wird, fällt in das Jahr 1028. Seinerzeit soll Ezzo, der Pfalzgraf von Lothringen, seine dortigen Besitztümer der von ihm gegründeten Abtei Brauweiler übertragen haben. Die bedeutenden Hofgüter und das einflussreiche Recht, den neuen Pfarrer zu benennen, waren zu jener Zeit im Besitz von Rittern und Kölner Bürgern.

Im Besitz der Abtei Brauweiler
In einer Urkunde vom Mai 1361 bestätigt der Kölner Erzbischof Wilhelm von Gennep das Patronat des Johanniterordens in Lövenich. Gleichzeitig vermehrten die Johanniter ihren Landbesitz durch Erwerb der beiden anderen großen Gutshöfe, so dass sie Ende des 14. Jahrhunderts über mehr als die Hälfte der Lövenicher Ländereien verfügten. Durch einen vertraglich besiegelten Gütertausch erhielt der Orden dann auch von der Abtei Brauweiler all deren Herrschafts- und Gerichtsrechte im Dorf und in der Pfarrei Lövenich sowie die dortigen Besitzungen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts plante der Eigentümer des Odemshofes, Carl Kaulen, eine Villenbebauung südlich des Gutshofes und legte zu diesem Zweck im Jahre 1902 auf seinem Grund eine neue Straße an, die nach seinem Schwiegervater Vinzenzallee benannt wurde.

Aufwertung durch den Bahnhof
Durch den Lövenicher Bahnhof entstanden seit der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts an der Bahnstraße zweigeschossige vorstädtische Reihenhäuser und Wohngruppen mit Vorgärten. Um die Goethe- und Schillerstraße wurden bis zum 1. Weltkrieg Teile eines geplanten Villengebietes realisiert. Bedingt durch die jüngste Bautätigkeit an der Aachener Straße stellt die ehemalige gründerzeitliche Ortserweiterung heute den ältesten Ortsbereich dar.

Inmitten der nachkriegszeitlichen Bebauung erinnert beispielsweise eine Kapelle aus dem 17. Jahrhundert an das ehemalige Straßendorf Üsdorf. Das fast quadratische Haufendorf Lövenich besteht aus dem nördlichen dörflichen Bereich mit Wohn- und Landarbeiterhäusern und dem südlichen Bereich der großen Hofanlagen. Beide Bereiche werden durch das romanische Kleinod, die Kirche St. Severinus, und den aufgelassenen alten Friedhof verbunden.

Durch den Erhalt aller bedeutenden Hofanlagen und der dazu gehörigen dörflichen Struktur hat sich in einzigartiger Weise die bauliche und soziale Struktur eines Dorfes bewahrt. 1975 wurde Lövenich nach Köln eingemeindet.

Akzente im Stadtteil
Aachener Str. als historische Ausfall- und beliebte Einkaufsstraße; Gewerbegebiet Lövenich; Gut Köza; Mertenshof; Odemshof; St. Severin
Karnevalsvereine: KG Lövenicher Neustädter 1903 e.V., Tanzkorps Blaue Jungs
Sportvereine: TTC Lövenich 1957 e.V.; RSV Köln-Lövenich 1975 e.V.; Schützenbruderschaft St. Hubertus Lövenich; Schachverein Turm Lövenich; F.C. Fortuna Lövenich 1986 e.V.; Reitclub Gut Keuschhof e.V.
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