Wohnen, Arbeiten, Erholung und Kultur

Rheinauhafen

Die Umstrukturierung des Rheinauhafens ist das zurzeit größte der Innenstadt zugeordnete Stadtentwicklungsvorhaben in Köln. Hier entstehen ca. 240.000 m² Bruttogrundrissflächen für Büros, Geschäftsräume und Wohnungen.

Der Rheinauhafen liegt in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt Kölns im Anschluss an den in den 80er-Jahren umgestalteten, der Altstadt vorgelagerten Rheingarten. Von dort erstreckt er sich auf einer Länge von ca. 2 km weiter bis in den Bereich der beliebten Kölner Südstadt. Diese Standortgunst kommt den geplanten Nutzungen im kulturellen-, gewerblichen- und Wohnbereich zugute.

Das gesamte Areal ist im Bebauungsplan als Kerngebiet ausgewiesen, was die Nutzungsarten ermöglicht, wie sie auch in einem Innenstadtgebiet vorkommen. Es entstehen ca. 240.000 m² Bruttogeschossfläche. Der Anteil an Wohnungen wird etwa 30 Prozent betragen. Der Schwerpunkt Wohnen ist im mittleren und südlichen Bereich vorgesehen, gegenüber dem Bayenturm liegt die "Wohnwer[f]t", weiter südlich das exklusive Wohnhaus "rhein3" und das zu Wohnungen umgebaute ehemalige Speichergebäude, das im Volksmund "Siebengebirge" genannt wird. Aufgrund der Rheinlage sind die Wohnungen sehr begehrt, im "Siebengebirge" werden wegen des Erfolgs sogar mehr Flächen für Wohnräume genutzt, als ursprünglich geplant.

Die Kulturzone befindet sich mit dem Schokoladenmuseum und dem Sport- und Olympiamuseum ganz im Norden. Für die übrigen Flächen ist eine gemischte Nutzung vorgesehen. Hier dominiert die Büronutzung, geplant sind aber auch kleinteiliger Einzelhandel, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Dienstleistungen und, untergeordnet, Wohnen.

Der Anteil an denkmalwerten Gebäuden auf dem gesamten Gelände beträgt nahezu 30 Prozent, durch das Wechselspiel von alter und moderner Architektur entsteht eine einzigartige Atmosphäre. Der Rheinauhafen soll dabei keinesfalls seinen ursprünglichen Hafencharakter verlieren, die Ladekräne an der Südspitze werden erhalten und die neuen Kranhäuser, die das Zentrum des Geländes dominieren werden, erinnern in ihrer Gestaltung ebenfalls an Kräne.

Die Tiefgarage ist mit 1,65 km die zweitlängste der Welt und wird erst bei einer Hochwassermarke von 11,30 m geflutet. Bis zu einer Rheinpegelhöhe von 10,70 m  sind sämtliche Gebäude sowohl energie- als auch wassertechnisch voll funktionsfähig. In Sachen Hochwasserschutz ist der Rheinauhafen eines der weltweit führenden Projekte. 

Softwarecampus am Rheinauhafen

Die Bautätigkeiten für die NRW-Niederlassung von Microsoft Deutschland im Kölner Rheinauhafen sind in vollem Gange. Doch das futuristische Gebäude nördlich des Kunsthauses Rhenania wird nicht der einzige Komplex für ein Softwareunternehmen an diesem Standort sein: Nur wenige Meter entfernt soll an der Bayenstraße ein weiteres Bürogebäude entstehen, in dem sich neben Microsoft andere Firmen der Branche niederlassen werden.

Ab Herbst 2009 sollen dort etwa 300 Mitarbeiter auf gut 2.700 Quadratmetern Nutzfläche ihren Arbeitsplatz haben. Die Bauarbeiten für das sechsgeschossige Bauwerk sollen im Juni 2008 auf dem Gelände einer ehemaligen Tankstelle dem Rheinauhafen gegenüber beginnen. Das 22 Meter hohe Bürohaus wurde vom Architektenbüro "Kubalux" entworfen, das aus der Zusammenarbeit des Kölner Planungsbüros Freigeber Architekten mit dem Architekten Stephan Schütt hervorgegangen ist. Die beiden haben unter anderem die Planung für das RheinauArtOffice vorgenommen, das Microsoft beherbergen soll.

Kölns Wirtschaftsdezernent Norbert Walter-Borjans kalkuliert für jeden Arbeitsplatz bei Microsoft drei bis vier neue für das nähere Umfeld ein. Mittelfristig rechnet Microsoft mit bis zu 500 neuen Arbeitsplätzen beim Unternehmen selbst und seinen Partnern. So könnte sich der Rheinauhafen sowie sein umgebendes Gelände zu einem bevorzugten Anziehungspunkt für IT-Firmen entwickeln, der den Namen Kölns als großer Standort für innovative Technologien festigt.

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