Klassische Weine in moderner Umgebung

"Georgi" - Neues Weinlokal im Kunibertsviertel

Von Helmut Löwe

Weiße Tischdecken sucht man vergebens im "Georgi-WeinAmRhein" im Kunibertsviertel. Die Erklärung, die Sebastian Georgi dafür gibt, ist simpel: Wir wollen keinen Stern. Deswegen keine Tischdecken - die Voraussetzung für einen Stern", so der Sommelier und Namensgeber des am 2. Januar eröffneten Weinlokales in der Johannisstraße in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof.

Der bekennende Rieslingliebhaber will zusammen mit Küchenchef Philipp Schneider und Restaurantleiterin Veronika Bauer in modernem Ambiente "ein vinophiles Feeling" schaffen. So kommt es, dass das Weinlokal keinem solchen im üblichen Sinne gleicht. Mit der Inneneinrichtung sollen Weintrinker und Feinschmecker angesprochen werden, die Spaß an Neuem und Ungewöhnlichem haben, so Georgi.

Die Einrichtung ist schlicht und klar: Vier große Wandteppiche symbolisieren die vier Jahreszeiten, gefräste Wände sollen an Trockenmauern eines Weinbergs erinnern und ein Wasserlauf stellt eine Drainage im Weinberg dar. In den dunklen Boden eingelassen sind 75 Fliesen mit "Terroirs", Böden von Weinbergen aus aller Welt. Rote Kunststoffdrehstühle sind zerbrochenen Rotweingläsern nachempfunden.

Weinkarte mit über 1.000 Positionen

Die Karte des Georgi ist übersichtlich - der Gast kann zwischen jeweils drei Fleisch- und Fischgerichten wählen: Lammrücken mit Saubohnen und Thymianjus kostet 24,80 Euro, den gebratenen Wolfsbarsch mit Pulpo und Kräuterrisotto bekommt man für 21,80 Euro. Wer mittags einkehrt, zahlt für ein Zwei-Gänge-Menü 12, 80 Euro, das viergängige Überraschungsmenü kostet 39,80. Vorspeisen und Desserts runden die Karte ebenso wie Empfehlungen des Tages ab.

Was in einer Weinrestauration nicht fehlen darf, ist selbstverständlich der Wein. Und davon hat das "Georgi" reichlich: Die Weinkarte hält gut 1.000 Positionen bereit, vom einfachen Riesling bis hin zu Crus aus dem Bordeaux im vierstelligen Eurobereich. Dabei beschränkt sich Georgi auf Gewächse aus Europa. Offene Weine, wie einen Pfälzer Riesling von 2007, gibt es ab 3,40 Euro (0,1 l), der Weinfreund kann aber auch 14,90 Euro für einen 2005er Tignanello aus der Toskana los werden.

Für Georgi, der vier Jahre lang als Chefsommelier im "Restaurant Dieter Müller" im Schlosshotel Lerbach arbeitete, "war immer klar, dass ich was in Köln machen wollte". Vor anderthalb Jahren hat er sich dann mit Werner Bouhs, Inhaber der "Idille" in Bad Neuenahr, und seinen damaligen Kollegen und jetzigen Kompagnons entschlossen, den Wunsch in die Tat umzusetzen. Und herausgekommen ist "ein Weinberg mitten in Köln".

Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 12 bis 14:30 Uhr und von 18:30 bis 23 Uhr; Samstag, Sonntag und Feiertag von 18:30 bis 23 Uhr. Mehr Information unter www.georgi-weinamrhein.de

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Mit dem "Georgi-WeinAmRhein" hat eine neue Weinrestauration im Kunibertsviertel eröffnet. Namensgeber und Sommelier Sebastian Georgi will in modernem Ambiente ein "vinophiles Feeling" in die Domstadt bringen.
http://www.koeln.de/veedel/koelsche_veedel/belgisches_viertel/georgi__neues_weinlokal_im_kunibertsviertel_123778.html
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