Sankt Agnes: Rührende Entstehungsgeschichte

Heinrich Bölls Heimat

Das im Kölner Norden gelegene Agnesviertel wird von der Inneren Kanalstraße, dem Rheinufer, dem Theodor-Heuss-Ring und dem Mediapark eingegrenzt. In dem Veedel liegen unter anderem der Ebertplatz, der Reichenspergerplatz, das Eisstadion an der Lentstraße - und natürlich die Kirche Sankt Agnes.

Das katholische Gotteshaus ist die zweitgrößte Kirche der Stadt, nur übertroffen vom Kölner Dom. Sankt Agnes entstand auf Betreiben des Lehrers Peter Joseph Roeckerath zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zum Andenken an seine verstorbene Frau Agnes ließ der Witwer die Kirche errichten, im Jahr 1902 konnte die erste Heilige Messe gefeiert werden. Später musste Sankt Agnes jedoch noch zwei weitere Male beinahe vollkommen hergerichtet werden: Im Zweiten Weltkrieg war die Kirche zu großen Teilen zerstört worden, erst im Jahr 1950 wurde sie erneut geweiht. Im Jahr 1980 machte ein Großbrand Renovierungsarbeiten notwendig.

Zu den prominentesten früheren Einwohnern des Agnesviertels zählt Heinrich Böll. Der Nobelpreisträger lebte von 1969 bis 1982 in der Hülchrather Straße 7. Dort verfasste er nicht nur "Die verlorene Ehre der Katharina Blum", sondern bot auch Wolf Biermann nach dessen Ausbürgerung aus der DDR Unterschlupf.

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