Messe-City mit ICE-Terminal Deutz
Großprojekte
Die Planung für die "Messe-City" auf dem Areal des ehemaligen Barmer Viertels zwischen dem Bahnhof Deutz und der Koelnmesse macht Fortschritte. Die planerischen Eckpunkte für eine europaweite Ausschreibung des Projektes wurden festgelegt. Die Stadt rechnet damit, noch im Herbst 2008 zu einer Vergabeentscheidung zu kommen.
Die Häuserblöcke des ehemaligen Barmer Viertels waren im Sommer 2006 abgerissen worden - zahlreiche Bürger hatten dagegen protestiert. Sie hatten einige der insgesamt 381 Wohnungen wochenlang besetzt, um den Abriss zu verhindern. Im Juni 2006 war dann das gesamte Viertel polizeilich geräumt worden und die Abrissbirnen begannen ihre Arbeit.
Die Bautätigkeiten sollten ursprünglich bereits Anfang 2008 starten. Auf dem Gelände sollen Bürogebäude und Wirtschaftsflächen entstehen. Auch die Errichtung eines neuen Musicalstandortes im ehemaligen Barmer Viertel ist im Gespräch.
ICE-Terminal Deutz
Mit dem ICE Terminal entsteht in Köln der dritte ICE-Haltepunkt, ein komplett neues Messe-Entree, ein Kongresszentrum und eine optimierte Anbindung der multifunktionalen Kölnarena. Baubeginn war bereits am 01. August 2002. Mittelfristig wird Köln mit dem Bahnhof Köln-Deutz sozusagen einen zweiten Hauptbahnhof erhalten.
Ende Januar 2006 wurde Richtfest in den Constantinhöfen gefeiert. Damit ist im Herzen von Deutz nach dem KölnTriangle ein weiterer Baustein für das Gesamtprojekt ICE-Terminal gelegt. Ende 2006 werden die rund 500 Mitarbeiter in den Komplex einziehen. Die Constantinhöfe beherbergen Büros, Wohnungen, Gastronomie und Geschäfte. Unmittelbar bei Messe und ICE-Terminal entsteht auch der neue Firmensitz der Lufthansa, der Baubeginn erfolgte Anfang des Jahres.
Auf den insgesamt 150 000 m² Bruttogeschossfläche (BGF) im Umfeld des Deutzer Bahnhofs sind unter anderem die neue Hauptverwaltung der Messe, ein Kongresszentrum, Büros, Einzelhandel, Hotels, Bahnhofseinrichtungen, Entertainment und Flächen für kulturelle Veranstaltungen geplant. Die Realisierung des neuen ICE-Terminals auf und um die Flächen des Deutzer Bahnhofs wird auch städtebaulich ein Highlight und eines der Schlüsselprojekte im rechtsrheinischen Köln insgesamt.
Der städtebauliche Entwurf des Kölner Büros Jaspert & Steffens, der sowohl als Sieger aus dem internationalen städtebaulichen Realisierungswettbewerb von 2000 als auch aus den Workshops 2002 und 2006 für das ambitionierte Projekt hervorgegangen ist, sieht vor, den Kreuzungspunkt von zwei internationalen Hochgeschwindigkeitsstrecken mit einem signifikanten 120 x 120 m großen flachen Glasdach zu markieren. An seinem südlichen Ende wird die transparente Konstruktion von der Kuppel des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes durchbrochen.
Durch eine Unterführung unter den Gleisanlagen wird die Verknüpfung zwischen dem Stadtteil Deutz und der Messe gewährleistet. Darüber hinaus entsteht ein neues, repräsentatives Entree für die Messe. Rings um den neuen Bahnhof Deutz sind zwei 60 Meter hohe Häuser und ein modernes Kongresszentrum geplant. Der neue ICE-Terminal Köln-Deutz/Messe und die Umgestaltung des Umfeldes spiegelt die positive städtebauliche Entwicklung im Rechtsrheinischen wider.
Unter dem Namen "Rheinpark-Metropole" entsteht in Deutz ein attraktives Areal, in dem zukünftig RTL seinen Sitz haben wird. Das Unternehmen wird in die ehemaligen Messehallen ziehen, die bereits komplett entkernt sind.


